Rapperswil-Jona
19.05.2020
20.05.2020 07:09 Uhr

Rappi: Nationales Trainingszentrum

Ab September ist «Volleytalents Rapperswil-Jona» neu eines von zwei Nationalen Volleyball-Trainingszentren für junge Männer.

Seit nunmehr 13 Jahren existiert das regionale Leistungszentrum (RLZ) an den Ufern des Zürichsees, immer unter der Führung des ehemaligen NLA-Spielers, Volleyball J& S-Experten und Sportlehrers Urs Winteler.

Zwischen den sechs regionalen Zentren und dem Verband Swiss Volley entstand an den jährlichen Zusammenzügen die Diskussion, wer sich die Führung eines nationalen Trainingszentrums (NTZ) vorstellen könnte. Hier spielten einerseits geografische Faktoren, aber auch bestehende Strukturen eine grosse Rolle. Beispielsweise muss ein Hosting-Konzept vorgelegt werden mit Unterkunft und Verpflegung für Spieler, die von weit herkommen. «Dazu gab es eine Auswertung, wer in den letzten zehn Jahren am meisten Spieler herausbrachte», ergänzt Winteler. So fiel die Wahl für die beiden NTZ auf Rapperswil-Jona und Aarau.

Momentan trainieren verschiedene Gruppen bei den Volleytalents: von den Rookies über die Talents und ab Herbst neu die NTZ. Headcoach Urs Winteler trainiert dann 18 Stunden pro Woche mit ausgewählten Talenten.«Das NTZ-Mandat erhalten wir von Swiss Volley», so Winteler. Die Volleytalents sind und bleiben jedoch eine unabhängige Institution und eigene Firma. Urs Winteler agiert als Hauptverantwortlicher im NTZ und Organisator der Talents. Dalibor Polak wird als NTZ-Assistent und Talent Coach im Einsatz stehen und Marco Beeler ist für die Jüngsten, die Rookies, verantwortlich.

Nicht alles ist lernbar

Im nationalen Trainingszentrum werden neu weniger Spieler gefördert als früher, dafür sind sie intensiver betreut. Zu den täglichen Trainings (Montag bis Freitag) kommt eine gemeinsame 1.-Liga-Mannschaft.

Für nächstes Jahr hat man in Rapperswil-Jona bereits elf Spieler gecastet. Was müssen diese vor allem mitbringen? «Ich suche 15-jährige Riesen», so der NTZ-Leiter. «Ich spreche dabei von 2 Metern, nicht von 1,90», präzisiert er. Das internationale Level sei in letzter Zeit extrem stark angestiegen. Heute gibt es Spieler mit einer Grösse von 2,10 Metern, «die bewegen sich wie Katzen!». Genau hier will der 44-Jährige mithelfen, dass die Schweiz nicht abgehängt wird.

Linth24/March24
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