WINDTURBINEN-PROJEKT IM LINTHGEBIET VOR DEM AUS

Die Glarner Kantonsregierung hat am 30. Oktober zwei Entscheide zur Windenergie gefällt. Das geplante Turbinen-Projekt im Linthgebiet – genannt «Linthwind» – soll nicht realisiert werden. Stattdessen werde bei einem Naturschutzgebiet an der Grenze zum Kanton Graubünden ein neuer Standort geprüft.

Beide Entscheide stehen im öffentlich zugänglichen «Richtplan 2018» auf den die «Linthzeitung» heute verweist. Der Originaltext der Glarner Regierung lautet:

«Die bisher im Richtplan verankerten Interessengebiete Windenergie werden gestrichen. Im Einzugsbereich von Siedlungsgebieten sollen keine neuen Windenergieanlagen erstellt werden. Eine Windanlage verunmöglicht auf lange Sicht die Siedlungsentwicklung. Zudem widersprechen Anlagen im Bereich von Siedlungsgebieten den Zielen des Entwicklungsplans 2020 – 2030. Gemäss diesem will der Kanton Glarus Menschen aus anderen Regionen gewinnen und er sorgt für eine intakte Landschaft und nachhaltig genutzte Erholungs- und Freizeitgebiete.
Im Gebiet Vorab an der Kantonsgrenze zwischen GL und GR sind Projektabklärungen für einen Windpark im Gange. Die Standorte der Windturbinen und die Erschliessungsinfrastrukturen liegen in den Kantonen GL und GR. Die geplanten Anlagen befinden sich knapp ausserhalb des UNESCO Weltnaturerbes, aber in dessen Sichtbereich. Aufgrund des aktuellen Projektstands kann bei diesem Gebiet noch keine Festsetzung im Richtplan erfolgen.»

Der Richtplan wird als nächstes im Glarner Parlament beraten. Sollte dieser Landrat der Regierung zustimmen, dann wird es also auf absehbare Zeit keine grossen Windenergieanlagen im Linthgebiet geben.

Gegen die Anlage auf Glarner Grund in der Nähe von Schänis gab es verschiedene Einsprachen auch aus dem Linthgebiet. Die Sankt Gallisch Appenzellischen Kraftwerke – kurz «SAK» – standen hinter dem Projekt. Sie wurden laut «Linthzeitung» vom Entscheid überrumpelt und gaben noch keine Stellungnahme dazu ab. Auf der Webseite www.linthwind.ch wird die Neuigkeit noch nicht kommentiert.

(Linth24/MAL, Foto: Linthwind.ch)

Mehr Informationen:

RÜCKSCHLAG FÜR «LINTHWIND»

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