STEINER UND AWAD STELLEN IN AMDEN AUS

Am kommenden Samstag feiert die Ausstellung von Margrit Steiner Müller und Krayem Maria Awad im Museum Amden Vernissage.

Die beiden Künstler zeigen in ihren Kompositionen die Facetten des Lebens. So wie sich die Bilder von Steiner und Awad auf den ersten Blick fast schon in geschwisterlicher Harmonie geben, so verschieden sind sie in Ausgestaltung und gesetzten Akzenten. Es lohnt sich, den Farben, Formen, Fantasien und Frauenfiguren nachzuspüren.

Geborgenheit und Stärke
Krayem Awad ist gebürtiger Syrer und wohnt in Wien, Margrit Steiner wohnt in Jona und ist in Kaltbrunn aufgewachsen. Dass sich die Lebenswege der beiden Künstler gekreuzt haben, kann man Zufall oder Schicksal nennen. Was aus dieser Begegnung und der daraus gewachsenen Freundschaft entstanden ist, zeigt sich nun in einer reichen Ausstellung im Museum Amden: Werke, die Grenzen sprengen, die Offenheit ausstrahlen und Neugierde wecken. Awad zeigt ausdrucksstarke Frauengestalten. Sie sind Symbol des ursprünglichen Lebens. Ihre Haltung steht für bedingungslose Mutterliebe, Jugendlichkeit und Reife, aber auch für den Wunsch, die Schwingen auszubreiten und ihr Leben frei und selbstbestimmt zu gestalten.

Die Farben der Himmelsstürmerin
Margrit Steiners Werke wachsen aus ihrer Inspiration heraus. So verbergen sich Gesichter, Körper und Bergsilhouetten in ihren Bildern – bereit vom Betrachter entdeckt zu werden. Steiner spielt mit den Farben. Sie türmen sich himmelhoch auf, umgarnen schemenhafte Menschengestalten und kräuseln sich in roten, gelben und blauen Wellen auf der Leinwand. Ihre Schönheit liegt im überraschenden Moment, in der Geschichte, die sich dem Betrachter ausrollt wie ein Teppich, der zum Betreten eines Hauses einlädt.

Erfrischend und bodenständig treten Margrit Steiner und Krayem Awad auf – trotz langer Künstlerlaufbahn und Erfolgen. Ihre Schaffenskraft ist ungebrochen und ihre Lust weiter zu experimentieren ebenso. Beinahe schalkhaft ist die Ausstellung gespickt mit Elementen, welche den Perfektionismus wohltuend beiseiteschieben. So dürfen beispielsweise Awads Ziegen durchaus schräg im Raum stehen. Steiners Collagen und poetische Stühle laden zum genauen Hinsehen ein und zum Weiterspinnen fantastischer Ideen.

Kurzinfo
Ort: Museum Amden
Termin: Vernissage: Samstag, 13. April 2019, 17 Uhr, Werkeinführung: Claudio Fontana,
Ausstellung geöffnet vom 13.04. – 04.08.2019 (jeweils Mi./So., 14 – 17 Uhr)

Gabi Corvi

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