SCRJ: RÜCKSCHLAG BEI DER AUFHOLJAGD

Im Rahmen des Benefizspiels für Insieme Rapperswil verlieren die SCRJ Lakers zuhause mit 1:2 gegen den Lausanne HC.

Die Rosenstädter, welche bereits gegen den SC Bern mit der Effizienz zu kämpfen hatten, liessen zu viele Grosschancen ungenutzt. Sinnbildlich dafür ist, dass das einzige Rapperswiler Tor durch ein Eigentor eines Lausanner Verteidigers zustande kommt.

Am Tag nach der knappen Niederlage in Bern, bei welcher durchaus mehr dringelegen wäre, empfingen die SCRJ Lakers den Lausanne HC im Rahmen eines Befenizspiels für Insieme Rapperswil. Dass die Rapperswiler auf die letzte Niederlage gegen den SCB reagieren wollten, sah man der Mannschaft von Beginn weg an. Engagiert und schwungvoll starteten die Hausherren, die in eigens für dieses Benefizspiel designten Trikots spielten, ins erste Drittel. In der 7. Spielminute gipfelten die Bemühungen der Seebuben in einer Grosschance für Knelsen. Der Kandier konnte diese jedoch nicht nutzen und so hatten die Gäste plötzlich viel freies Eis für einen Konter vor sich. Diesen Konter schloss Robin Leone zur 1:0 Führung für den Lausanne HC ab. In der Folge brauchten die Lakers einige Minuten um sich vom Gegentreffer zu erholen, ehe sie wieder besser ins Spiel fanden. In der 12. Spielminute versuchten sich dann die Rapperswiler an einem Konterversuch. Leider konnte aber weder Schmuckli noch Gähler, der den Nachschuss hatte, den Spielstand wieder ausgleichen. Dennoch spielten die Rosenstädter konzentriert und schwungvoll weiter. Nach knapp 15 Spielminuten vergab Timo Helbling eine weitere Grosschance, als er mit einem One-Timer von halb links an LHC-Goalie Zurkirchen scheitert. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Treffer für die Lakers bereits hochverdient gewesen. Umso mehr, als Mason nur Sekunden später nach einem herrlichen Solo von Gähler völlig freistehend bedient wurde aber erneut den Kürzeren gegen Zurkirchen zog. Trotzdem schafften es die Gäste aus dem Waadtland mit der knappen Führung in die Pause zu gehen.

Zu Beginn des Mitteldrittels hatten die SCRJ Lakers noch Anlaufschwierigkeiten und mussten dem LHC die ersten beiden Top-Chancen zugestehen. Zuerst war es Zangger, der mit einem Bilderbuch-Buebetrickli Nyffeler umspielt um den Puck danach parallel zur Torlinie vorbeizuschissen und nur wenige Minuten später ging Leone an der blauen Linie vergessen und wurde prompt zum Breakaway lanciert. Da beide Gelegenheiten ungenutzt blieben stand es nach wie vor 1:0 für die Gäste. Der SCRJ benötigte ganze 8 Minuten um ein erstes Mal gefährlich vor dem Gästetor in Erscheinung zu treten. Knelsen wurde von Spiller herrlich bedient und lief mit einem Lausanner im Schlepptau auf Zurkirchen los. Jedoch hatte Knelsen nicht mehr genügend Kraft um die Scheibe mit der Backhand am Lausanne-Goalie vorbeizubringen. Sein Schuss wurde jedoch zur perfekten Vorlage für den im Rückraum mitgelaufenen Mosimann. Doch auch der Aufstiegstorschütze vergab alleine vor Zurkirchen. Gleich im Anschluss an diese Chance sprachen die Schiedsrichter nach einem Rapperswiler Wechselfehler die erste Strafe des Spiels aus. Es dauerte nicht lange bis zur ersten Tormöglichkeit in diesem Überzahlspiel. Diese hatten aber die Hausherren als Hüsler bedient von Ness zum nächsten 1 gegen 1-Duell mit Zurkirchen aufbrach. Teufelskerl Zurkirchen machte aber auch diese Chance zunichte. Einzige nennenswerte Aktion der Lausanner im Powerplay war ein Ablenker von Topscorer Jeffrey mit Ablauf der Strafe. Auch die zweite Powerplay-Möglichkeit der Gäste 1:48 Minuten vor Drittelsende blieb dank diszipliniertem Boxplay der Rapperswiler erfolglos. So endete das zweite Drittel torlos.

Die Waadtländer erwischten, wie schon im Mitteldrittel, auch im Schlussdrittel den besseren Start. Lindbohm traf nach nur 40 Sekunden bereits die Latte hinter Lakers Schlussmann Nyffeler. Dem SCRJ wollte bisweilen kein Einstieg in den dritten Spielabschnitt gelingen. Die erste Strafe gegen die Lakers im Schlussdrittel half da auch nicht wirklich.  Da die Lausanner aber auch die dritte Powerplay-Chance ungenutzt liessen, stand es weiterhin 1:0. Nach 45 Spielminuten schien ein guter Zeitpunkt gekommen um den Ausgleich zu erzielen. Erstmals in diesem Spiel hatten die Hausherren die Möglichkeit in Überzahl zu spielen. Doch es schien wie verhext an diesem Samstag. Es wollte einfach kein Tor gelingen. Auch als sich Clark zur Hälfte des Schlussdrittels eine freiliegende Scheibe im Slot präsentierte, wollte das erste SCRJ-Tor nicht fallen. Sinnbildlich für die mangelnde Effizienz bei den Seebuben war, dass es die Lausanner waren, die den Ausgleich gleich selbst erzielten. Ein Verteidiger lenkt mit seinem Schlittschuh die Scheibe in hohem Bogen am eigenen Torhüter vorbei. Angespornt vom Ausgleich wollten die Rosenstädter mehr. Aber auch das Eigentor der Gäste half nicht, die Effizienz zu steigern. So scheiterte Wellman nach einem Pass von Knelsen aus kürzestmöglicher Distanz ebenfalls am späteren Best-Player Zurkirchen. Da der SCRJ-Topscorer nach seinem Abschluss noch regelwidrig zu Boden gebracht wurde, ergab sich den Rapperswilern eine weitere Chance im Powerplay erfolgreich zu sein. Jeff Tomlinson schickte, wie in den letzten Spielen auch schon, 5 Stürmer aufs Eis. Dieses Risiko, ohne Verteidiger zu spielen, wurde prompt bestraft. Bertschy eroberte die Scheibe im Drittel der Hausherren und schoss zum 2:1 ein. Obschon Nyffeler im Anschluss einem sechsten Feldspieler weichte, war dieser Treffer der frustrierende Schlusspunkt der Partie.

Das nächste Spiel findet am Freitag 22.2.2019 um 19:45 Uhr in der heimischen SGKB Arena gegen den Genf-Servette HC statt.

(OriginalBericht, Autor: SCRJ)

Top