RJ: WURSTKRANZ OSKAR 2019 GEWÄHLT

Der traditionelle «Wurstkranz» war auch dieses Jahr gepfeffert, gezuckert und mehrere grosse Lacher wert. 

Um Punkt 10 Uhr eröffnete Wurstkranz Obermeister Bruno Huber mit einer launigen Rede das Wurstbankett 2019. Es sei ein spezielles Jahr. Im Bundesrat sei nun eine im Keller und eine am Herd. Gesamthaft gebe es dort vier Halbschuhe und 3 Schachteln. Auf die Schippe genommen wurde auch die Schulpräsidiumswahl. Die Zschokke zocke und der Manhart sei aufgestiegen. Er dürfe neben Beni Würth Wahlwerbung betreiben. Das Fett ab bekam auch der abtretende Schulchef Thomas Rüegg. Wenn Neue kämen sei das oft auch ein Glück. Dann trete das Alte ab, so der Obermeister.

Die Wurstkranzbrüder wurden mit einer ausserordentlichen Programmänderung überrascht: Gewählt werden sollte der Wurstkranz Oscar 2019. Zur Wahl standen Bundesrat Schneider Ammann, Oberbruder Bruno Huber, Ex SVP-Präsident Toni Brunner wegen seiner fulminanten Rede und seiner alljährlichen Anwesenheit an der Joner Fasnacht, Beni Würth als Ständeratskandidat und bravouröser Ex-Stapi, sowie Bruno Hug als fast gewählter Stapi und Verleger von Linth24.

Die Wahl gewann dann natürlich Zeremonienmeister Bruno Huber. Er wird heuer 60 Jahre alt, ist 30 seit Jahren Mitglied in der Fasnachtsbruderschaft und schon sage und schreibe 15 Jahre Zeremonienmeister. Toni Brunner meinte dazu mit herzhaftem Lachen: Gegen soviel Jubiläum hätten alle Anderen ja keine Chance.

Um 12 Uhr wurde die Wurst aufgetischt.

Nach der Wurstpause geht’s Schlag auf Schlag weiter, zuerst mit einer Klaviereinlage von Alfons Amweg und danach mit dem angriffigen Radio Wurstkranz von Fabian Villiger und Ernst Brönimann. Medial sei dieses Jahr viel gegangen. Aus der ZSZ und der Südostschweiz sei die Linth-Zeitung entstanden. Und Hug mache wohl dann auch noch dem Radio Wurstkranz Konkurrenz. Und spiele dann das Lied: Tra tra trallala dä Chasperli isch wider da.

Auch Bauchef Thomas Furrer war wieder ein Thema. Er führe in der Verwaltung nicht das Ressort Bau und Umwelt, das heisse neu Resort Bau und Hobby. Der nächste Check ging an Schiffseigner Oliver Bühler. Er wolle nicht nur ein Schiff im Hafen parken, sondern vier. Dann habe endlich eine Flotte und sei dann endlich ein Flotter. Zum Schluss mutmassten die beiden, das einzige Loch, welches für das Tunnel aufgerissen werde, sei das in der Stadtkasse.

Nach dem Radio Wurstkranz unterhielten Glöbi und Martin Stucki die rund 800 Gäste im Saal. Sie meinten, es gelte im Stadthaus den Bauchef zu entlasten.  Wer er nichts mehr mache, passiere auch nichts Dummes.

Vor dem Dessert übernahm wieder Obermeister Bruno Huber mit seinen gesalzenen Sprüchen. Er habe seine Frau gefragt, warum sie Kochfilme schaue, sie verstehe ja nichts vom Kochen. Da habe sie gesagt, er schaue ja auch Sexfilme.

Nach dem Dessert ging’s weiter mit einer Rückblende auf die vielen grossartigen Auftritte von Mario Geiger alias Sämi Bräuli, der von seinen Wurstbrüdern als abtretender Zeremonienmeister geehrt wurde. Und danach vom Saal eine Standing Ovation erhielt und erst noch zum Ehren-Zeremonienmeister erhoben wurde. Mario Geiger bedankte sich mit einer berührenden Rede.

Ehrengast war Benedikt Würth, der seine Vorgänger als auch seine Partei auf die Schippe nahm und auch aus dem Regierungs-Kästchen plauderte. Auch zum Stadthaus wusste er Einiges. So erhob er den Sicherheitschef Roland Meier zum besten aber auch verhaltensoriginellsten Feuerwehrkommandanten des Kantons.

Er gab auch bekannt, warum er als Bundesratskandidat abgesagt hatte. Er wollte vom Frauenversteher nicht zum Ladykiller werden.

Bruno Huber meinte dann lakonisch, er bedaure, dass wir ihn im Rahmen der Ausschaffungs-Initiative nach St. Gallen hätten geben müssen.

Als Schlussbouquet trat das Sextett Schweizer / Hürlimann / Radzinski / Dufour / Svanebourg Klemann als Handwerkerstamm beim Schübligwirt auf und reihte Spruch an Spruch auf.

Und nahtlos übernahm der neue Wurstkranzstar Marc Dufour. Er verpfefferte das Monsterschiff im Hafen und die Buswerbung mit dackelhaften Blicken und verglich sie mit den amtierenden Stadträten.

Er beendete seine Nummer mit dem Aufstand von Jona gegen Rapperswil, wo nun der Dufour Tower, der Rauch- und Stieger Tower gebaut werde.

Nun geht es ab zum Umzug.

(c) Redaktion Linth24

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