«REQUIEM UND FRIEDEN» IN UZNACH

Am 13. April findet in der Abteikirche Otmarsberg in Uznach das Konzert des «Coronuo» statt. Gounods Requiem und ein zeitgenössisches Werk zum Thema Frieden stehen auf dem Programm.

Nach 40 Jahren Einsatz für die Pfarrei in Nuolen SZ ist aus dem damaligen Kirchenchor ein unabhängiger Projektchor entstanden: Dieser www.CoroNuo.ch steht weiterhin unter der Leitung des in Uznach aufgewachsenen Mario Kühne. Der Chor bewegt sich flexibel zwischen klassischen Werken bis hin zu modernen Gospels. Zusammen mit bekannten Solisten und einem professionellen Streicherensemble, u.a. mit dem Violinisten Donat Nussbaumer vom Zürcher Kammerorchester und dem Allrounder Thomas Schuler an diversen Tasteninstrumenten, blickt der Chor auf viele Erfolge zurück.

Dass der nächste Auftritt in der Abteikirche der Benediktiner auf dem Otmarsberg Uznach stattfinden kann, freut den Chor und die Instrumentalisten ganz besonders, feiern die Patres doch in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen der Klostergemeinschaft an diesem wunderbaren Standort mit Blick auf die Linthebene.

Gounods Requiem für seinen Enkel Maurice
Charles Gounod ist in aller Munde, wenn der Begriff «Ave Maria» fällt. Diesen unverwüstlichen Ohrwurm hat er auf Grund von Bachs C-Dur-Präludium aus dem «Wohltemperierten Klavier» arrangiert. Gounod hinterlässt uns aber ein viel grösseres Erbe, u.a. mit Messen, Symphonien und Opern, am bekanntesten die Vertonung der Faust-Thematik. Er war ihn nicht vergönnt, sein letztes Werk selber noch zu hören, weil er über der Partitur seiner Totenmesse für seinen Enkel Maurice verstarb.

Die Analogie zu Mozart ist augenfällig und eine gewisse Verwandtschaft der Musiksprache ist ebenso hörbar. Das Werk wird zu Unrecht selten aufgeführt. Es durchströmt Licht und Farbe, Erlösung und Trost, Friede und Trauer. Zu Gounods religiösem Verständnis gehört ganz zentral: «Wenn du nicht wie ein Kind bist, kommst du nicht ins Himmelreich.» In der Fassung für ein Streichtrio – mit Franz Nussbauer, Andreas Isenring und Urban Marty, sowie Thomas Schuler an der Orgel – wird dem kammermusikalischen Charakter dieses Werkes eindrücklich Rechnung getragen. Als Solisten wirken Sarah Natalie Maeder Sopran, Karin Gmür, Alt, Andri Calonder, Tenor und Martin Ziegler, Bass.

Sarah Natalie Maeder
Tenor Andri Calonder

Friedenskantate von Armando Pirovino
Zitate aus der Bergpredigt («Selig, die Frieden stiften») und auch von Mutter Teresa («Friede beginnt mit einem Lächeln») und Mahatma Gandhi bilden die textlichen Grundlagen für die kleine Kantate «Frieden ist möglich», die der Wangner Musiker Armando Pirovino 1988 dem damaligen Nuoler Kirchenchor widmete. Seine Frau Sybille, in Uznach aufgewachsen, war die erste Solistin dabei.

Schon länger wollte der Chor diese Komposition wieder einmal aufführen. Mit einigen Erweiterungen und einer zusätzlichen Tenorsolostimme wird versucht, das (leider abgegriffene) Thema Frieden auf eine spezielle Art klanglich umzusetzen. Zwei einfache Akkorde – Dur und Moll – spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Glanzpunkte setzen Sarah Natalie Maeder und Andri Calonder.

Freier Eintritt – Kollekte – Mitsingen möglich
Der Chor verzichtet bewusst auf feste Eintrittspreise, die Interessierte abhalten könnten, dieser Meditationsstunde beizuwohnen. Da es aber heutzutage schwierig geworden ist, Sponsoren für kulturelle Anlässe zu finden, die die Kosten eines solchen Projektes mit Profimusikern abdecken, ist der Chor auf eine Kollekte angewiesen. Zudem lädt die «Friedenskantate» das Publikum an einer Stelle ein, eine einfache Melodie mitzusingen. So möge der Friedensgedanke vom Altarraum in den ganzen Kirchenraum überspringen.

(OriginalMitteilung)

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