NEUORGANISATION DES LINTHWERKS

Die Linthverwaltung zieht vom Kanton Schwyz nach Benken, verstärkt sich personell und übernimmt neue Aufgaben.

Die Linthkommission hat an ihrer ordentlichen Sitzung im Dezember 2018 beschlossen, dass die in Lachen SZ domizilierte Linthverwaltung ab 1. Januar 2020 eigenständig und personell verstärkt werden soll. Mit der Neuorganisation verbunden ist ein neues Geschäftsdomizil in Benken SG. Dem Entscheid zugrunde liegen vor allem anstehende neue Aufgaben sowie die Nutzung von Synergien mit dem neuen Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen.

Das Linthwerk ist vorrangig für die Erhaltung der Hochwassersicherheit im Einzugsbereich des Escher- und Linthkanals verantwortlich. Der Unterhalt, die Überwachung der Anlagen mit dem Jahressicherheitsbericht und die Notfallplanung haben oberste Priorität. Bis Ende 2003 führte die Eidgenössische Linthkommission mit Sitz im Kanton Zürich das Linthwerk. Seit 2004 trägt das Linthkonkordat mit Sitz im Kanton St. Gallen die Verantwortung. Es besteht aus den vier Kantonen Glarus, Schwyz, St. Gallen und Zürich und wird durch die Linthkommission geführt. 1998 bis 2013 erfolgte mit der Planung und Umsetzung des Projekts «Hochwasserschutz Linth 2000» die erste Gesamtsanierung des Werks.

Copyright Markus Jud

Geschäftsführung der Linthverwaltung
Der Linthingenieur ist für die operative Leitung des Linthwerks verantwortlich und wird von der Linthkommission gewählt. Er ist Ansprechperson für Amtsstellen, Gemeinden, Private und Medien. Zu den Hauptaufgaben gehören die Überwachung, der Unterhalt und damit die Sicherheit der Anlagen. Auch die Notfallplanung ist Teil seines Verantwortungsbereichs, und bei Hochwasser gehört er zum interkantonalen Führungsstab. Seit 1999 ist Markus Jud der Linthingenieur. Er wird durch zwei Linthaufseher und eine Sekretärin unterstützt. Die Geschäftsstelle der Linthverwaltung ist in Lachen in den Räumen der P. Meier & Partner AG, Bauingenieure, einquartiert.

Neue Aufgaben und Synergien
Aus verschiedenen Gründen ist für die Zukunft eine Neuorganisation der Linthverwaltung erforderlich. So sind mit der geplanten Anstellung eines Linthingenieur-Stellvertreters die Bewältigung der anstehenden neuen Aufgaben sowie die Sicherstellung einer permanenten Stellvertreterreglung gewährleistet. Dazu gehören der Aufbau eines Schutzbauten- und Kunstbauten-Katasters sowie die Einführung eines Geografischen Informationssystems (GIS). Zudem kann die Linthverwaltung vermehrt Leistungen des neu geschaffenen Amtes für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen – und dabei insbesondere des Rheinunternehmens, einer öffentlich-rechtlichen Anstalt des Kantons St. Gallen – beanspruchen. Diese Kooperation ermöglicht die Nutzung der Synergien zwischen den beiden Verwaltungen, unter anderem bei der Notfallplanung und der Rechnungsführung.

(OriginalMitteilung, Autor: Stefan Jäggi, Pressestelle Linthwerk, Titel-Foto: Copyright Stephanie Tremp)

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