NEUE BEHINDERTENPOLITIK DES KANTONS

Der Kanton St. Gallen will in Zukunft einen Schwerpunkt auf Menschen mit psychischen Behinderungen setzen. 

Der Kanton St. Gallen untersuchte, wie sich das das neue Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung auswirkte. Der nun veröffentliche Bericht zeigt auf, wie Menschen mit Behinderung im Kanton leben und wo Handlungsbedarf besteht. Damit auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung den Bericht lesen können, wird dieser auch in Einfacher und Leichter Sprache veröffentlicht.

Das zuständige Departement des Innern stellt fest, dass die kantonale Behindertenpolitik ihre beabsichtige Wirkung weitgehend entfalten kann. Handlungsbedarf besteht höchstens punktuell. Verschiedene konkrete Massnahmen, Pilotprojekte oder Arbeitsgruppen sollen die Behindertenpolitik in den kommenden Jahren zielgerichtet weiterentwickeln.

Anstieg im Bereich psychische Behinderung bremsen
Einen Schwerpunkt will der Kanton auf psychische Behinderung setzen. Es gibt immer mehr psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr arbeiten oder ihren Alltag selbständig bewältigen können. Eine schwere psychische Krankheit kann, wenn sie lange andauert, zu einer psychischen Behinderung führen. Viele Betroffene erhalten dann eine IV-Rente. Eine damit verbundene soziale Ausgrenzung kann die Problematik zusätzlich verschlimmern. Die Regierung setzt eine Arbeitsgruppe ein, die herausfinden soll, was es braucht, damit die Anzahl Menschen mit einer psychischen Behinderung nicht weiter steigt und wie Betroffene wirksam unterstützt werden können.

Menschen mit Behinderung stärken
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Stärkung der Eigenverantwortung und Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung gelegt. Dazu stellt der Kanton einen Förderkredit für Projekte von und für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Auch beim Zugang zu barrierefreien Informationen oder bei der politischen Partizipation von Menschen mit Behinderung sollen Schwerpunkte gesetzt werden, um Menschen mit Behinderung zu befähigen, sich selbstständig und aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen.

Alle sollen den Bericht verstehen
Der heute veröffentlichte Bericht enthält viele Fremdwörter, Fachausdrücke und Schachtelsätze. Das macht das Verstehen für viele Menschen unmöglich, beispielsweise für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Damit aber möglichst auch alle Betroffenen Zugang zu den wichtigsten Aussagen des Wirkungsberichts haben, wurde der Wirkungsbericht Behindertenpolitik in Einfache und in Leichte Sprache übersetzt und von Betroffenen auf Verständlichkeit geprüft. So sollen sich auch Betroffene in die Diskussion um die künftige Behindertenpolitik im Kanton St.Gallen aktiv einbringen können.

Wirkungsbericht-Behindertenpolitik-komplett(PDF)
Wirkungsbericht-Behindertenpolitikin-Einfache-Sprache (PDF)
Wirkungsberichtin-Leichte-Sprache (PDF)

(OriginalMitteilung, Autor: Departement des Innern Kanton St. Gallen)

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