FASNACHTSHOCHBURG UZNACH, TEIL1

Der 42. Guggerumzug in Uznach war einmal mehr ein Zuschauermagnet und mit 33 Gruppen stark belegt.

Was vor 42 Jahren ins Leben gerufen wurde, ist zu einem starken, kulturellen Event geworden, der immer überaus viele Fasnachtsfreunde anlockt. 33 Fasnachtsgruppen schlängelten sich am Sonntagnachmittag durchs Städtchen Uznach. Nebst 14 Guggenmusigen nahmen 19 bunte und fröhliche Gruppen am grenzüberschreitenden Umzug teil.

Natürlich war dazwischen auch etwas Angst auszumachen. Manch gruselige Maske verstand es, die Zuschauern zu erschrecken. Hexen hatten ein leichtes Spiel und lösten lautes Geschrei aus, hauptsächlich bei den jüngeren Zuschauerinnen, wenn sie mit Konfetti überschüttet oder ihnen gar in den Kragen getopft wurde. Die verschiedenen Hexengruppen aus der Umgebung wie die Seetüüfel Schmerikon, Dürrwaldhäxe Ricken, Voletswyler Lumpenhexen, Bätzihäxen Schmerikon, Rätschwyber Siebnen und Buchwaldhexen Uznach sorgten für Unterhaltung.

Der Hauptharst lieferten natürlich die Guggenmusigen. Unter den meist dicken Kostümen kamen sie ins Schwitzen. Da floss sicher die eine oder andere Schweissperle unter den Masken, die teilweise Furchtergreifend aussahen. Viele Gruppen stammten aus der Region, aus Kaltbrunn, Rieden, Ernetschwil, Schänis oder Goldingen. Andere hatten sogar weite Anfahrtswege auf sich genommen. Kamen aus Uster, Engelburg, Wädenswil, Glarus oder gar Arosa.

Organisiert hat der Umzug die Guggenmusig Linthbordschränzer. Seit 42 Jahren leisten sie jedes Jahr Grosseinsätze, immer unterstützt von unzähligen Helfern. Seit August haben alle zusammen den Umzug perfekt vorbereitet: Bewilligungen, Umleitungen, Parkplätze, Absperrungen, Verpflegung, Schneeräumung, Teilnehmeranmeldung und Gruppeneinteilung inklusive.

Nach dem farbenprächtigen und musikalischen Umzug wurde zum Platzkonzert eingeladen. Auf drei offenen Bühnen gaben die Guggenmusigen Konzert und hielten die Zuhörer auf Trab. „Ich besuche schon seit über 30 Jahren den Guggerumzug und staune jedes Jahr wie es den Linthbordschränzern gelingt, so einen reichhaltigen und schönen Umzug mit vielen Gruppen zusammenzustellen“ meinte ein erfreuter Zuschauer nach dem Umzug.

Ein Nachteil wurde immer wieder erwähnt: Nach dem Umzug fehlte eine warme Wirtschaftstube. Wohl hatte es mehrere Verpflegungsstände, die aber ein Verweilen in der Kälte nicht unbedingt einladend wirkten.

Werner Hofstetter

Hier die ersten Bilder vom Umzug – im Laufe des Abends folgen weitere:

Alle Bilder (c) 2019 Werner Hofstetter.

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