NACHRUF: EISHOCKEY-LEGENDE OTTO SCHUBIGER

Die Eishockeylegende Otto Schubiger, die 1965 im Jubiläumsjahr (20 Jahre SC Rapperswil) erstmals den Aufstieg in die Nationalliga B geschafft hat, ist im Alter von 94 Jahren nach langer Krankheit in Baden gestorben.

Otto Schubiger war ein brillanter Schlittschuhläufer und bekannt dafür, dass er ständig über die Stöcke seiner Gegner sprang. Mit 37 Jahren war er vom damaligen Zürcher SC als Spielertrainer nach Rapperswil gekommen. Er spielte als schneller Stürmer in Rapperswil allerdings als Verteidiger, weil er dann mehr auf dem Eis sein konnte. Denn damals bestand eine Mannschaft aus zwei Verteidiger-Paaren und drei Sturmreihen. Mit einheimischen Spielern wie der Gebrüder Werner und Wilfried Kunz oder Arnold Leemann sowie den Stürmern Hermann Stocker, die Gebrüder Armin und Charly Styger, Edi Dormann, Edi Lehmann, Walter Bösch und einigen mehr schaffte Schubiger den erstmaligen Aufstieg in die Nationalliga B. Nach zwei Jahren folgte dann aber wieder der Abstieg.

Otto Schubiger kam als eine der grössten Eishockeylegenden der damaligen Zeit nach Rapperswil. Er wurde mit dem ZSC 1949 und 1961 Schweizermeister, eroberte mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in St. Moritz die Bronzemedaille. Insgesamt spielte er 66 Mal für die Nationalmannschaft.

Bevor seine Karriere beim ZSC begann, schoss er allerdings seine ersten Tore für die Grasshoppers auf dem Dolder. «Schöber», wie ihn seine Kameraden nannten, war ein wirklicher Athlet, war ein Besessener im Training, auch ausserhalb des Eisfelds. Auch die damaligen Junioren durften im Sommer im Lattenwald mittrainieren und staunten, wie er sich ohne Hände aus dem Stehen direkt auf die Brust fallen liess. Der gelernte Goldschmied und Edelsteinfasser spielte als Allrounder im Sommer auch Feldhandball, wo er auch zum Kader der Nationalmannschaft gehörte. Die Rapperswiler und Jona aus den 60-er Jahren haben Otto Schubiger noch in guter Erinnerung. Er bedeutete ein Meilenstein in der Rapperswiler Eishockey-Szene. Nun ist er von dieser Welt gegangen.

Hans Peter Rathgeb

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