MUSIK IM SCHLOSS MIT DEM GRINGOLTS QUARTETT

Eine Zeitreise ins Jahr 1900 mit dem Gringolts Quartett bei der Veranstaltung am 20. Januar.

Wien um 1900: Wie Mozart zählte auch Erich Wolfgang Korngold zu den frühreifen Komponisten, die das Etikett „Wunderkind“ wahrhaft verdienten. Im Todesjahr von Brahms geboren, schien er dem Wort „Genie“ neues Leben einzuhauchen. Das 19. Jahrhundert hatte den Geniebegriff derart überstrapaziert und durch staatliche Förderung korrumpiert, dass Johannes Brahms nur noch lakonisch fragte: „Früher gab es viele Genies und keine Stipendien, heute gibt es viele Stipendien, aber wo sind die Genies?“ Korngold hatte kein Stipendium nötig. Er trat mit 13 Jahren gleichsam fertig vor die Öffentlichkeit.

  • Erich Wolfgang Korngold: Streichsextett in D-dur op. 10
  • Johannes Brahms: Klavierquintett in f-moll op. 34

mit dem Gringolts Quartett
Noam Greenberg, Klavier
Olivier Carillier, Viola
Hyazintha Andrej, Cello

Das Gringolts Quartett
Im 2008 gegründeten und in Zürich beheimateten Gringolts Quartett fanden sich vier Musiker aus vier Ländern zusammen, die einander schon durch viele kammermusikalische Begegnungen freundschaftlich verbunden waren: Über Jahre hatten der russische Geiger Ilya Gringolts, die rumänische Bratschistin Silvia Simionescu und die armenische Geigerin Anahit Kurtikyan auf internationalen Festivals in verschiedenen Forma­tionen gemeinsam musi­ziert; der deutsche Cellist Claudius Herrmann spielte mit Anahit Kurtikyan im renommierten Amati Quartett Zürich. Was sie miteinander verbindet, sind die grosse Freude am gemeinsamen Musi­zieren und die Leidenschaft für das Streichquartettspiel.

Der israelische Pianist Noam Greenberg studierte an der Rubin Academy in Tel Aviv und an der Yale University, bevor er in London von Maria Curcio unterrichtet wurde. Seine Teilnahme an Meisterklassen bei Ferenc Rados und Andras Schiff veränderte seine Auffassung von Musik und sein Leben als Musiker entscheidend. Als Solist und Kammermusiker ist er im traditionellen Repertoire und in der zeitgenössischen Musik gleichermassen gefragt. Konzerte in London, Wien und Berlin dokumentieren die internationalen Erfolge. Er ist zudem ein gern gesehener Gast bei Festivals u. a. von Luzern, Aldeburgh, Banff, Norfolk und gibt regelmässig Masterklassen. Als Höhepunkt seiner vielseitigen Aktivitäten betrachtet er die Live-Übertragung von György Ligetis Klavierkonzert in Israel.

Kurzinfo
Termin: 20. Januar, 17.00 – 18.30 Uhr
Rapperswil: Schloss, Grosser Rittersaal
Vorverkauf: 055 220 72 92/044 780 11 35

(OriginalMeldungen, Autoren: Stadt Rapperswil-Jona und www.artarena.ch)

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