MASKENGESCHICHTEN IN SCHÄNIS

Am vergangenen Donnerstagabend zauberte Maskenschnitzer Ruedi Kyburz im Kultur- und Freizeitzentrum Eichen närrische Anekdoten aus dem Zylinder.

Ob Hirsche Hänsel, d’Frau Wagner oder HD Läppli, Kyburz kann sie alle. Und wenn dann auch noch der «hölzerne» Bundesrat in Rapperswil auf Reisen geht, dann bleibt kein Auge mehr trocken.

Fasnacht ist foppende Freude
Menschen und ihre Mödeli auf die Schippe zu nehmen, liegt Kyburz im Blut. Dies geschieht beim Meister der Larven aber nie beleidigend, sondern soll eine liebevolle Hommage an all die Ecken und Kanten der Persönlichkeiten, Servelat-Prominenten, Stars und Sternchen sein.  Immer mit Lokalkolorit versehen und auf die Situation angepasst, bringt Kyburz die Fasnachtsfreunde zum Staunen und Lachen. Vor allem in Schindellegi, wo Ruedi Kyburz lange Jahre wohnte, entkam ihm kein Dorforiginal. Immer ist es das Gesamtpaket, das die Illusion lebendig werden lässt: treffende Maske, ausgesuchte Verkleidung, überzeichnete Körperhaltung und perfekter Dialekt. Schon steht man mit Ehrfurcht vor Bundesrat Maurer oder lachend vor Medium Mike Shiva.

Der doppelte Schoch
Kultur Schänis-Präsident und Fasnachtsliebhaber Fritz Schoch durfte am Kyburz’schen Erzählabend ein besonderes Geschenk entgegennehmen. Sein Konterfei fand sich in einem ausgehöhlten Holzklotz wieder. So banal dies klingt, so verblüffend und begeisternd war dann schliesslich die Präsentation des duplizierten Präsis. Von der hohen Stirn bis zu den Lachfalten war es «simplement» der Fritz, der einem hier als Larve entgegenlachte.

Noch bis am 6. März kann man die Sonderausstellung Fasnacht im Eichen in Schänis besuchen und sich so richtig vom urchigem Böggenfieber anstecken lassen. www.kultur-schaenis.ch.

Gabi Corvi


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