NEUER LESERBRIEF ZUR WAHL IN ESCHENBACH

Am 19, Mai wird der Gemeindepräsident von Eschenbach und damit der Nachfolger von Sepp Blöchlinger (CVP) gewählt. Der Wahlkampf nimmt langsam Fahrt auf. Dazu drei Leserbriefe.

Leserbrief von Christian Rudin (12.4.2019)

Ein weiser Entscheid der CVP Eschenbach

Gratulation der CVP Eschenbach zur Nomination von Cornel Aerne für die Wahl zum Gemeindepräsidenten. Erstaunt hat mich allerdings, dass nicht von Beginn weg klar war, dass Aerne der richtige Kandidat ist. Klar, denken Sie, das muss er ja sagen als CVP Mitglied. Ganz und gar nicht erwidere ich ihnen, auch die Aussage der Eschenbacher CVP Präsidentin würde ich so nicht unterstützen. In einem solchen Amt geht s längst nicht mehr um Parteipolitik. Es braucht Persönlichkeiten, die sich für jede Bürgerin und jeden Bürger einsetzen. Deshalb kämen für solche Ämter durchaus auch Parteilose in Frage.

Wenn man denn, und das richte ich an alle Eschenbacherinnen und Eschenbacher , einen Kandidaten in der eigenen Gemeinde hat, der über so viel politische Erfahrung in verschiedenen Gremien verfügt, der so gut vernetzt ist, selbst über die Gemeindegrenze hinaus, der als Kantonsrat wichtige Anliegen ein- und durchgebracht hat, dann kann es doch keinen andern geben als Cornel Aerne.

Ja klar, ich bin auch Arbeitskollege aber genau deshalb kann ich mit sehr gutem Gewissen für Aerne sprechen. Glauben Sie mir, wer seit rund dreissig Jahren bei der Polizei arbeitet, weiss mit Druck, Belastung und Stresssituationen umzugehen und ist sich bestens gewohnt, nur im Team Ziele zu erreichen. Man lernt zwangsläufig in Notsituationen sekundenschnelle Entscheidungen zu treffen aber auch planbare Ereignisse gründlich und fundiert zu analysieren, Lagebeurteilungen durchzuführen und zu entscheiden.

Cornel Aerne verfügt über alle diese Fähigkeiten. Nutzen Sie dieses Potential am 19.05.19.

Christian Rudin, Wagen, Alt-Kantonsrat, Leiter Region Linthgebiet Toggenburg der Kapo SG


Leserbrief von Hans-Ulrich Rohrbach (9.4.2015, Abend)

Leserbrief zur Wahl des Gemeindepräsidenten in Eschenbach als Antwort auf Sam Büsser

In seinem Leserbrief lobt Herr Büsser die anscheinend für einen Gemeindepräsidenten notwendigen Fähigkeiten des Kandidaten Ivo Kuster. Wenn Provokationen, beleidigende Mails, persönliche Attacken an den amtierenden Gemeindepräsidenten und andere Teil dieser Fähigkeiten sind, dann ist Herr Kuster in der Tat ein «guter»  Kandidat.

Die sehr persönlichen Bemerkungen von Sepp Blöchlinger an der Bürgerversammlung über Verunglimpfungen und Beleidigungen haben gezeigt, dass dies nicht die Art ist, wie Menschen miteinander umgehen sollten, auch wenn sie unterschiedliche Meinungen haben. Der Applaus nach diesen Worten hat deutlich gezeigt, dass die grosse Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen sich der Meinung des Gemeindepräsidenten anschliessen.

Ich habe den Eindruck, dass Herr Büsser und auch Herr Kuster nicht wirklich wissen, wie das Amt eines Gemeindepräsidenten aussieht.

Wir leben in einem Land, in welchem seit Jahrhunderten Kompromissfähigkeit zu den politischen Tugenden gehört. Kein Politiker kann es allen Bürgern recht machen, auch ein Gemeindepräsident nicht. Aber das ist auch nicht seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist die Mischung von täglich wirksamem Handeln.

Dazu gehören das Zusammenführen von Entscheidungen, welche dem Wohl der Gemeinde dienen, indem er als Diener der Bürger bereit ist, Kompromisse für notwendige Lösungen zu finden, indem er andere Meinungen durchaus anerkennt und mit einbezieht, indem er die Werte einer wachsenden Gemeinde erkennt und weiterentwickelt und vor allem, indem er in jeder Situation respektvoll, pragmatisch und im Sinne der Interessen der Gemeinde handelt.

Ein Gemeindepräsident ist kein Lehrmeister und die Bürger dieser Gemeinde brauchen keine politische Bildungsentwicklung und schon gar keine Provokationen. Eschenbach braucht einen Gemeindepräsidenten, der die Menschen mitnimmt und eint und sie nicht verunsichert und spaltet.

Mir ist die politische Richtung eines Kandidaten egal. Aber ich mag keine Kandidaten, die sich über die primitivsten Formen des Anstands, des Respekts und der Höflichkeit hinwegsetzen. Ich wünsche mir einen Kandidaten, der diese Aufgabe im Interesse der Bürger meistert. So wie dies Sepp Blöchlinger seit vielen Jahren getan hat! Er wie auch seine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat werden an den Bürgerversammlungen kontrolliert und mit den entsprechenden Abstimmungen beurteilt. Der Gemeinde geht es gut, sie wächst, sie ist finanziell gesund und den Menschen gefällt es hier.

Deshalb halte ich den jetzigen Gemeindepräsidenten für ein Vorbild, und ich freue mich, wenn der vorgeschlagene Kandidat Cornel Aerne dieses nicht immer leichte Amt auf seine Art weiterführen wird. Ohne persönlichen Attacken, ohne Belehrungen, mit Respekt und Anstand, kompromissbereit, da wo notwendig, pragmatisch, da wo das Interesse der Gemeinde gewahrt werden muss. Unsere Gemeinde braucht einen Kandidaten, der Erfahrung mitbringt, der Menschen führen kann und sich das notwendige Rüstzeug für ein solches Amt beruflich erfolgreich erarbeitet hat. Cornel Aerne bringt diese notwendigen Erfahrungen sowohl in beruflicher wie auch in politischer Hinsicht mit.

Sprengkandidaten mögen im Bundeshaus Bern ein Teil des Machtspiels sein. Aber in einer Gemeinde wie Eschenbach, die in vielen Bereichen als Vorzeigegemeinde im Kanton geadelt wird, ist ein Kandidat, der sich ohne grosse Chancen auf eine Mehrheit aufstellt, nur um eine Wahl zu stören, für keine Partei ein Vorbild.

Hans-Ulrich Rohrbach, St.Gallenkappel


Leserbrief von Sam Büsser, Regionalleiter JSVP See-Gaster (9.4.2019, am Morgen)

Ivo Kuster – Unser Präsident?
Heute schreibe ich nicht als Vertreter einer Partei, sondern meine ganz persönliche Meinung bezüglich dem GP-Kandidaten Ivo Kuster.

Ivo Kuster ist politisch alles andere als meine Idealvorstellung von einem Gemeindepräsidenten. Er ist links, progressiv und provoziert gerne seine politischen Gegner. Aber er hat eine Seite an sich, die für unsere Gemeinde äusserst wertvoll ist: Er ist unabhängig und scheut sich auch nicht, sich mit Gewerblern, Landwirten und weiteren Persönlichkeiten auseinanderzusetzen. Seine Aufklärung, welche er auf seinem persönlichen Blog betreibt, ist bitter nötig in unserer Gemeinde, in der praktisch niemand ernsthafte Opposition betreibt, niemand den Gemeinderat wirklich kontrolliert.

Hoch anrechnen muss ich ihm auch, dass er versucht, die demokratische Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die politische Bildung fördert. Das Kamingespräch, auch wenn es mittlerweile eine überparteiliche Angelegenheit ist, steht und fällt mit Ivo Kuster.

Es soll sich jeder selbst ein Bild machen, ob er einen linken Politiker unterstützen kann, ob dies für ihn persönlich moralisch der richtige Weg ist.
Ich für meinem Fall, werde ihm im 1. Wahlgang meine Stimme geben, in der Hoffnung, dass ein zweiter Wahlgang erzwungen werden kann, in der die Situation neu bewertet werden muss.

Dass Ivo Kuster ein Linker ist, ist jedoch in diesem Exekutivamt vernachlässigbar. Die politische Einstellung ist nach meiner Meinung der kleinere Teil dieses Amtes, welches in erster Linie darin besteht, eine Gemeinde mit einem Budget von 60 Millionen Franken zu führen. Ich denke, Ivo hat diesen Überblick und die Fähigkeit, Menschen gut, kollegial und effizient zu führen.

Sam Büsser


Dazu passender Linth24 Beitrag und weitere Beiträge im Dossier

DOCH NOCH EINE ECHTE WAHL IN ESCHENBACH

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