KEIN ZWEITER CUPSIEG DER SCRJ LAKERS

Trotz vollbesetzter Halle im Rapperswiler Lido und vielen enthusiastischen Fans unterlagen die SCRL Lakers dem SC Zug mit 1:5.

Eine Wiederholung des Cup-Erfolgs vom letzten Jahr wurde im ersten Drittel der Partie verspielt.

Rapperswil-Jona Lakers – EV Zug 1:5 (0:3, 1:0, 0:2)
4′ Lino Martschini 0:1 (PP)
12′ Dennis Everberg 0:2
18′ Dominic Lammer 0:3
32′ Kevin Clark 1:3 (PP)
56′ Reto Suri 1:4
59′ Yannick-Lennart Albrecht 1:5

Die Lakers gaben nach dem Rückstand nie auf, angetrieben von ihren vielen roten Fans. Aber die Kaltblütigkeit im Abschluss bei den Spielern aus Rapperswil-Jona und der Zuger Goalie lieferte eine reife Leistung ab. Das von aussen betrachtete brutale Resultat kam vor allem zustande, weil die Lakers am Schluss alles auf eine Karte setzten und den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers rausnahmen.

Ein ganz, ganz kleiner Trost: Es ist noch keinem Club gelungen, den Cup zu verteidigen. Für die Zuger ist es der erste Titel seit 21 Jahren.

Das schreiben die SCRJ Lakers

Nach neun gewonnenen Spielen en suite im Swiss Ice Hockey Cup ist leider Schluss. Wir sind dennoch stolz auf eine grossartige Cup-Kampagne und das erfolgreichste Cupteam seit der Neulancierung des Swiss Ice Hockey Cup. Und noch viel mehr sind wir stolz auf die besten Cupfans der Gegenwart. Ihr alle habt dieses Finale zu einem stimmungsvollen Erlebnis gemacht! Liebe Fans, vielen Dank für die tolle Unterstützung, ihr seid grandios!

Bereits nach 20 Minuten lagen die Lakers mit 0:3 im Rückstand. Das Resultat täuschte aber, denn die Rapperswiler konnten das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten und viele gute Chancen herausspielen. Hätten Cedric Hüsler oder Kevin Clark in den ersten Minuten des Spiels ihre guten Möglichkeiten genutzt, hätte das Spiel vielleicht einen anderen Ausgang genommen. Dies sah auch Jeff Tomlinson nach dem Spiel so: „wenn wir in Führung gegangen wären, dann wären wir schwer zu schlagen gewesen.“ Leider kam es anders und so musste Clark kurze Zeit später auf der Strafbank Platz nehmen und Martschini nutzte die Überzahl zum Zuger Führungstreffer. Der SCRJ liess sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen, doch ein Tor wollte trotz guten Chancen nicht gelingen. Der EVZ zeigte sich dagegen gnadenlos effizienz, als im Anschluss an das nächste Powerplay Everberg zum 2:0 traf und Lammer kurz vor der ersten Sirene das 3:0 erzielte.

Im Mitteldrittel erfolgte eine Reaktion der Lakers. In der 32. Minute wurde die Rapperswiler Leistung auch endlich resultatmässig belohnt, als Clark auf 1:3 verkürzte. Dieser Treffer brachte nicht nur den Spielern neue Energie, sondern auch dem tollen Publikum. Obschon viele vielversprechende Abschlusssituationen herausgespielt wurden, unter anderem von Andri Spiller, Clark, Danny Kristo oder Dion Knelsen, gelang der wichtige Anschlusstreffer nicht. Auf der anderen Seite zeigte sich die spielerische Klasse der Zuger, welche den Vorsprung abgeklärt verteidigten und durch ihre individuelle Klasse jederzeit gefährlich blieben bei Gegenstössen. Bis 4 Minuten vor Schluss war es eine spannende Partie. Als die Lakers zum Schluss alles nach vorne warfen, erhöhten Suri sowie Albrecht noch zum 5:1 Schlussresultat.

Als Fazit bleibt, dass man im ersten Drittel drei unnötige Tore kassierte. Jorden Gähler sagte nach dem Spiel, dass der EVZ die Fehler eiskalt ausgenutze. Tomlinson zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und lobte die Qualität der Zuger: „Wir haben mitgespielt mit dem EVZ, der für mich die beste Mannschaft der Liga ist.“ Der Kanadier freute sich jedoch über die Reaktion seiner Spieler nach dem 0:3. Er zeigte sich zum Schluss auch sehr beeindruckt von den Rapperswiler Fans. Melvin Nyffeler war nach dem Spiel logischerweise sehr enttäuscht, war aber stolz darauf, dass man wieder den Cupfinal erreicht hat. Auch der Torhüter lobte das Publikum: „Die Fans waren wie immer unglaublich. Schade, dass wir ihnen keinen Sieg schenken konnten.“

„Der Cupfinal war extrem wichtig für uns. Es war ein riesiges Fest und ich bin richtig stolz auf meine Stadt!“ sagt Nyffeler zum Abschluss. Nun kann sich das Team von Tomlinson auf das eigentliche Saisonziel, den Ligaerhalt konzentrieren. Es gilt den Aufwärtstrend zu bestätigen und den HCD noch von Rang 11 zu verdrängen, um sich für den Playoutfinal den Heimvorteil zu sichern. Auch dabei sind unsere Jungs auf die Unterstützung von Euch allen angeweisen!

Das nächste Spiel findet am Freitag 8. Februar um 19:45 statt, wenn die SCRJ Lakers zu Hause auf den EHC Biel treffen. Kommt zahlreich, kommt in rot, wir freuen uns auf euren Besuch! Ihr seid fantastisch!

(OriginalMeldung, Autor SCRJ, Lnth24/MAL, Foto: SCRJ Archiv)

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