KAMINGESPRÄCH ESCHENBACH: ZERSIEDELUNG

Am öffentlichen Kamingespräch im Custorhaus in Eschenbach werden am nächsten Mittwoch um 19 Uhr Experten die «Zersiedelungsinitiative» diskutieren, über die am 10. Februar das Volk abstimmt.

Ruedi Blumer VCS Zentralpräsident und SP Kantonsrat sowie der engagierte junge Grüne Valentin Faust wird die Pro Seite vertreten. Das Kontralager wird von Andreas Widmer Geschäftsführer Bauernverband SG und CVP Kantonsrat sowie Elisabeth Brunner FDP vertreten werden.

Seit Jahrzehnten gibt es verschiedene Ansichten zur sinnvollen Besiedelung der Schweiz. Spätestens seit der Revision der Raumplanungsgesetzes 2013 und den rekordtiefen Hypothekarzinssätzen ist diese Diskussion ein politisches Dauerthema. Trotzdem verschwindet noch immer jede Sekunde ein Quadratmeter Grünfläche in der Schweiz. Mit der von der Jungen Grünen lancierten Volksinitiative zersiedelung-stoppen.ch wird am 10. Februar einmal mehr über dieses wichtige Thema an der Urne entschieden.

Für Ruedi Blumer ist aus Sicht des VCS klar, dass z.B. «die Erreichbarkeit unserer Wirkungsorte per Fuss und Velo gefördert wird, wenn wir die Zersiedelung stoppen».
Letztlich ist einmal bebaute Grünfläche meist für immer verloren. Deshalb braucht es aus Sicht der Befürworter eine langfristige Perspektive. Für Kantonsrat Andreas Widmer der beruflich als Geschäftsführer des Bauernverbandes SG und zudem lange Zeit sogar in Bern die rechte Hand des Präsidenten des schweizerischen Bauernverbandes Nationalrat  Ritter war, ist im Thema ebenfalls sattelfest. Zusammen mit Kantonsrätin Elisabeth Brunner FDP wird damit sowohl die landwirtschaftliche als auch die wirtschaftliche Perspektive auf die Volksinitiative abgedeckt. Beide haben auch Erfahrung in der Kantonal & Kommunalpolitik; sprich befassten sich dadurch schon mehrfach mit ganz konkreten Entscheiden in der Siedlungspolitik ihrer Wohnorte. Zudem stehen beide auch überzeugt für den Erhalt von Kulturlandes ein, müssen aber nach Abwägung aller Inhalte nüchtern feststellen, dass für sie diese Vorlage schlicht zu radikal wäre.

Den Organisatoren ist es ein grosses Anliegen, dass vor dem Gang zur Urne alle Bürgerinnen ein umfassenden Überblick über die Pro und Contra Punkte zu Volksabstimmungen erhalten können und danken allen Expertinnen bereits im Voraus für ihre Zusage.

Ablauf des Abends
Der Ablauf des Abends wird so strukturiert, dass zu Beginn die vier Experten in genau 180 Sekunden ihre wichtigsten Standpunkte zur Zersiedelungsinitiative einbringen können.

Danach stehen sie 30min ausschliesslich für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung, welche wiederum die Experten beider Lager beantworten können. Im dritten Teil werden die Gespräche für ca. 20 min an den Tischen bei Häppchen und Wein weitergeführt, wobei auch die Experten sich dazu gesellen werden. Als Abschluss erhalten die Anwesenden nochmals eine kurze Gelegenheit, Fragen ins Plenum zu geben.

Offene Türen für Gäste aus Nah und Fern – Die Gelegenheit Kandidaten und Kandidatinnen der nächsten Nationalrats- und Kantonsratswahlen persönlich kennen zu lernen- Auch online zuschauen ist möglich

Der Keller im Custorhaus bietet Platz für ca. sitzende 50 Gäste plus einige Stehplätze. Wir bitten daher, das besonders Interessierte oder Bürger und Bürgerinnen mit längerer Anreise frühzeitig eintreffen. Parkplätze müssen allenfalls zusätzlich im nahen Dorftreff genutzt werden. Der Anlass wie auch die Getränke sind selbstverständlich kostenlos. Die Parteien freuen sich auf zahlreiches Erscheinen von Gästen.

Für Interessierte die Live oder nach dem Anlass das Gespräch aus Distanz verfolgen möchten, ist auf www.kamingespraech.ch den Blick durch die Kamera möglich.

 


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