GEPLANTE LINTHFÄHRE SCHAFFT WEITERE HÜRDE

Es wird noch eine Weile dauern, aber die Fähre-Verbindung in der Linthebene zwischen dem Kanton St. Gallen und dem Kanton Schwyz ist auf gutem Weg.

RI-Bidäbii und die Kooperationspartner Schwyz Tourismus, Rapperswil Zürichsee Tourismus, Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee AG, Regionalmanagement OberseeLinth haben es sich im letzten Jahr zum Ziel gemacht, die beiden Kantonsgebiete von St. Gallen und Schwyz in der Linthebene mittels einer Fähre zu verbinden.

Eine solche Verbindung, welche positiv erlebt werden kann, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifizierung mit unserer schönen Region. Deswegen haben die Kooperationspartner gemeinsam die betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen einer Linthfähre analysiert und mittels einer Vorstudie bei der Linthverwaltung im Sommer 2018 eingereicht.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gelang es den Kooperationspartner zudem ein interkantonales NRP-Projekt „Oberseerundweg und Linthfähre“ zu lancieren, welches durch den Bund sowie die Kantone St. Gallen und Schwyz finanziell mitgetragen wird.

Die Realisierung dieser Fähre ist ein gelungener neuer Identitätsmarker für die symbolische und physische Vereinigung dieses Perimeters, mit welcher die Natur erlebt werden kann. Zudem bietet sie der Bevölkerung an auserwählten Tagen ein attraktives Erlebnis auf dem Oberseerundweg, bringt Wertschöpfung in Form von Besuchern in die Region und fördert die Mobilitätsform Langsamverkehr (Fuss- und Veloverkehr).

Positive Signale aus St. Gallen und Schwyz
Nach Eingabe der Vorstudie zum Projekt Linthfähre wurde diese durch die Linthverwaltung den Kantonen St. Gallen und Schwyz zur Vernehmlassung übergeben, deren Antwort nun vorliegt. RI-Bidäbii und seine Kooperationspartner freut es ausserordentlich, dass auch die Kantone und die Linthverwaltung die Linthfähre als grundsätzlich bewilligungsfähig erachten. Die Linthverwaltung stellt folglich eine Bewilligung in Aussicht. Sie weist jedoch darauf hin, dass aus ihrer Sicht für einen definitiven Betrieb folgende zusätzliche Abklärungen notwendig sind:

  • Klärung des Standorts der Fähre über Nacht (Kooperationspartner Projekt Linthfähre)
  • Klärung der Regelmässigkeit und Gewerbsmässigkeit des Fährbetriebs (Kooperationspartner Projekt Lintfähre
  • Klärung des Bewilligungsverfahrens für die Erstellung der Einrichtungen der Fähre und den eigentlichen Fährbetriebs (Linthverwaltung mit den Kantonen St. Gallen und Schwyz)

Für die nächste Phase der Ausarbeitung des Projekts sind ausserdem folgende Abklärungen nötig:

  • Berücksichtigung der Vorgaben aus den Stellungnahmen der Kantone, z.B. Umweltschutzvorgaben
  • Berücksichtigung der Vorgabe der Linthverwaltung für die Höhe des Fährseils
  • Ergänzung des Projekts mit einem Betriebskonzept

Diese Abklärungen werden zeitnah durch die Kooperationspartner vorgenommen und das Projekt mit einem Betriebskonzept ergänzt. Anschliessend werden die Unterlagen erneut der Linthverwaltung für einen definitiven Bewilligungsantrag eingereicht. Durch den Umfang des Bewilligungsverfahrens ist der geplante Fährbetrieb per 2019 nicht mehr realistisch, RI-Bidäbii ist aber optimistisch, bei einem positiven Entscheid die Fähre per 2020 wassern zu dürfen.

Das Ziel, die Region Obersee-Linth im Rahmen dieses Projektes zur Zusammenarbeit zu vereinen, konnte mit dem vorliegenden Zwischenstand bereits realisiert werden. RI-Bidäbii freut sich auf die nächsten Projektschritte und wird mit den Kooperationspartnern das dadurch entstandene NRP-Projekt „Oberseerundweg und Linthfähre“ weiter vorantreiben. In den nächsten Schritten geht es darum, eine Trägerschaft und einen Betreiberverein zu finden sowie die Finanzierung zu sichern.

Abschliessend gebührt der Linthverwaltung ein herzliches Dankeschön für die erste Evaluation der Vorstudie und der Region ZürichseeLinth für die Unterstützung der technischen Machbarkeitsstudie.

(OriginalMitteilung, Autoren: Silvan Manhart und Maurin Manhart, Foto: Glarus24.ch)

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