FONDUE CHINOISE KANN GEFÄHRLICH SEIN

Jede dritte Hühnerfleich-Probe ist mit Campylobacter Bakterien verseucht, unabhängig davon, ob das Fleisch von einem Grossverteiler oder einem Hofladen kommt. Dies ergaben Test des kantonalen Labors. Das Fleisch ist geniessbar, wenn es richtig behandelt wird. Ansonsten kann schwerer Durchfall die Folge sein.

(OriginalText) Übertragung von Campylobacter-Erregern durch Geflügelfleich. So verhindert sie Campylobacter-Infektionen.

Ende Jahr steigen jeweils Campylobacter-Infektionen deutlich an. Ursache dafür ist häufig die unsachgemässe Zubereitung von Lebensmitteln. Speziell betroffen sind die während der Festtage beliebten Fondue Chinoise und Party-Grill. Kommt rohes Geflügelfleisch mit genussfertigen Speisen in Kontakt, so kann dies eine Campylobacter-Infektion zur Folge haben. Das Kantonale Labor St.Gallen hat kürzlich 30 Geflügelfleischproben untersucht und in neun Fällen Campylobacter-Bakterien gefunden.

Campylobacter-Infektionen gehören zu den weltweit häufigsten Ursachen von zum Teil schweren Durchfallerkrankungen. Die Campylobacter-Erreger können im Rahmen des Schlachtungsprozesses von Geflügel auf das Fleisch gelangen und dort überleben. Da dieses nicht roh gegessen wird, stellt kontaminiertes Geflügelfleisch an sich kein Problem dar. Aus diesem Grund sind für Geflügelfleisch an der Verkaufstheke keine gesetzlichen Campylobacter-Höchstwerte definiert. Der Konsument muss also damit rechnen, dass das rohe Geflügelfleisch mit Campylobacter-Bakterien kontaminiert sein kann. Schon wenige dieser Bakterien können zu einer Durchfallerkrankung führen.

Das Kantonale Labor St.Gallen wollte wissen, wie stark das Geflügelfleisch aktuell mit Campylobacter-Bakterien belastet ist und hat kürzlich insgesamt 30 Proben verschiedener Geflügelarten untersucht. Diese stammten von acht Betrieben, vom Hofladen bis zum Grossverteiler. Bei neun Proben wurden Campylobacter-Keime gefunden, was 30% entspricht und leicht unter dem Wert einer nationalen Studie liegt, die in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführt wurde.

Für den Konsumenten gelten folgende Empfehlungen:

  • Für Fleisch und für die übrigen Lebensmittel immer separate Schneidbretter, Küchenutensilien sowie Teller verwenden.
  • Beim Essen immer zwei Teller benutzen: einen für das rohe Fleisch sowie einen für das gekochte Fleisch, die Beilagen und Saucen. Das rohe Fleisch darf nicht mit genussfertigen Speisen in Berührung kommen.
  • Tropfsaft von frischem oder aufgetautem Fleisch darf nicht in Kontakt mit genussfertigen Speisen kommen.
  • Fleisch, vor allem Geflügel, immer gut durchgaren. Es darf innen nicht mehr roh sein. Noch besser: tiefgefrorenes Geflügelfleisch verwenden. Das Tiefgefrieren tötet einen erheblichen Teil der Campylobacter-Bakterien.

Weitere Informationen zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln finden sich unter http://www.sichergeniessen.ch/

(Autor: Kantonales Labor St. Gallen)

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