«ERNÜCHTERNDES» STEUERJAHR IN SCHMERIKON

Der Bevölkerungsrückgang drücke das Ergebnis beim Steuerjahr 2018, schreibt der Gemeinderat von Schmerikon.

Die Rechnung des Jahres 2018 schliesst wie budgetiert mit einem geringen Ertragsüber-schuss ab (+Fr. 10’675). Dieses Ergebnis darf eher als ernüchternd bezeichnet werden. Für das Budget 2019, erstmals nach dem neuen Rechnungslegungsmodell erstellt, wird bei gleichbleibendem Steuerfuss ein höherer Ertragsüberschuss als im vergangenen Jahr (+ Fr. 252’200) erwartet.
Der Gemeinderat verabschiedete am 21. Februar 2019 die Rechnungsabschlüsse 2018 und das Budget 2019 zu Handen der Bürgerschaft. Diese wird anlässlich der Bürgerversammlung am 1. April 2019 abschliessend darüber befinden.

Das Ergebnis belastet haben durch Aufwände deutlich über Budget insbesondere die Pflegerest-finanzierung, das Asyl- und Flüchtlingswesen und das Hallenbad. Auf der Ertragsseite belastete der Steuerabschluss deutlich unter Budget das Ergebnis zusätzlich.

Steuerabschluss unter den Erwartungen
Die Einkommens- und Vermögenssteuern des laufenden Jahres stiegen lediglich um 1.9% an. Angenommen worden war ein Wachstum von 3%. Seit 2000 beträgt das jährliche Wachstum im Schnitt 3.6% pro Jahr. Zum unterdurchschnittlichen Wachstum beigetragen hat sicherlich der unerklärliche Rückgang der Bevölkerungszahl um 0.5 bis 1%. Die Einkommens- und Vermögens-steuern der Vorjahre blieben ebenfalls deutlich unter den Erwartungen. Die Grundsteuern schlos-sen leicht über Budget. Der rege Grundstückhandel bescherte erfreuliche Mehreinnahmen bei den Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern.
Demgegenüber verzeichneten die Steuern der juristischen Personen (Eigenkapital und Gewinn-steuern) einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Ergebnis 2017 und Mehreinnahmen von 5% gegenüber dem Budget. Die Quellensteuern schlossen leicht höher als budgetiert ab.

Neues Rechnungslegungsmodell
Die Erstellung des Budgets 2019 ist durch die Umstellung der Rechnungslegung vom Harmoni-sierten Modell 1. Generation (HRM1) auf dasjenige der 2. Generation, im Kanton als Rechnungs-modell St. Gallen (RMSG) bekannt, erschwert. Die Vergleichbarkeit der letztjährigen Rechnung mit dem neuen Budget ist bis auf das Gesamtergebnis nicht gegeben. Daher werden diese im Amtsbericht an die Bürgerschaft separat dargestellt.

Festzustellen ist, dass die stetigen Zunahmen der Ausgaben für Gesundheit und Soziale Sicher-heit, mit denen die Gemeinden konfrontiert sind, ein ebenso stetiges Wachstum der Einnahmen erfordert. Unbesehen des letztjährigen Einbruchs im Wachstum der Steuererträge, geht der Ge-meinderat in der Finanzplanung nach wie vor davon aus, dass in den nächsten Jahren die pro-zentuale Zunahme der Steuererträge durch Wachstum der Steuerkraft über dem Wachstum der Ausgaben liegen wird. Daher wird der Steuerfuss auf 119% belassen. Unter diesen Randbedin-gungen wird ein Ertragsüberschuss von Fr. 252’000 erwartet.

(OriginalMitteilung, Autor: Félix Brunschwiler, Gemeindepräsident Schmerikon)


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