HERR DER MASKEN IN SCHÄNIS

Am 5. Januar lädt Kultur Schänis zum Start der Ausstellung des Maskenschnitzers Ruedi Kyburz. Im Kultur- und Freizeitzentrum Eichen begegnet man der Sihlhexe genauso wie Ueli Maurer.

Die Schnitzkunst von Ruedi Kyburz fasziniert und bringt Charaktere jeden Couleurs auf den Punkt. Es ist pure Leidenschaft, die aus den Masken aus Arven- oder Lindenholz spricht – Leidenschaft für die Fasnacht, für das launige Versteckspiel und das Schlüpfen in andere Rollen. „Im Holzblock liegen die Gesichtszüge bereit. Ich muss sie mit dem Werkzeug nur noch hervorholen“, meint der in Rieden wohnhafte Meister augenzwinkernd. Im Atelier im Kultur- und Freizeitzentrum sieht der Laie aber nur schon beim Betrachten des Modells, dass das Schnitzen, wie es Ruedi Kyburz betreibt, ein gehöriges Mass an Talent und handwerklichem Know-how braucht.

Insbesondere die in Holz gefassten Karikaturen, die Parodien auf Harry Hasler oder HD Läppli verlangen Beobachtungsgabe und das Vermögen, das Gesehene in markante Nasen, hochgezogene Augenbrauen oder heruntergezogene Mundwinkel umzusetzen. „In der Atelierzeit, die ich während der letzten Monate genoss, kreierte ich Frau Wagner“, erzählt der Menschenfreund lachend. Die Idee für die Maske der schrulligen Alten, welcher der Ausdruck der Empörung ins Gesicht geschrieben steht, entsprang einer realen Begegnung.

Gesamtbundesrat zu Gast im Eichen
An der Vernissage, am kommenden Samstag, 5. Januar 2019, um 17.00 Uhr, begegnet man der Prominenz aus Politik, Sport und Show-Business! Neben Sepp Blatter wird beispielsweise Christa Rigozzi die Anwesenden in Staunen versetzen und auch der Gesamtbundesrat kommt ins beschauliche Schänis. Ein Abend voller Lacher und Aha-Effekte wartet auf die Gäste.

Die Eröffnung der Ausstellung, welche bis am 6.3.2019 dauert, wird Ruedi Kyburz‘ Tochter Doris mit Gitarrenklängen begleiten. Zudem wird sich auch – passend zum Thema und der kommenden närrischen Jahreszeit – die Schänner Fasnacht in einer Sonderausstellung präsentieren. Am Erzählabend vom 14.2.2019, 19.30, gibt es dann noch mehr Geschichten von Ruedi Kyburz und seinen launigen Gesellen aus Holz.

Bericht und Foto: Gabi Corvi

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