DESIGNER WERDEN IN RAPPERSWIL AUSGEZEICHNET

Siebzehn Schweizer Designschaffende nehmen am Christa Gebert / Ambiente *DESIGNPREIS teil. Die Gewinnerin, der Gewinner wird an der Vernissage gekürt. Diese findet am 16. November in der «Alten Fabrik» in Rapperswil statt. Gleichzeitig wird eine Ausstellung eröffnet, die vom 17. November 2018 bis zum 13. Januar 2019 für das Publikum zugänglich ist.

Neben den beiden Förderinitiativen «Alte Fabrik» und «Kurator», unterstützt die Geberit Stiftung für Kultur seit 2012 im Zweijahres-Rhythmus Schweizer Design-Schaffen in einer Ausstellung und mittels eines Jury-Preises von 10’000 CHF.

Auch dieses Jahr war die Ausschreibung an alle professionellen Designerinnen und Designer mit einem konkreten Schweizer Bezug — Schweizer Nationalität oder seit fünf Jahren in der Schweiz arbeitend und lebend — gerichtet. Die stetige Jury — Christa Gebert (Präsidentin Gebert Stiftung für Kultur), Alexandra Blättler (Kunsthistorikerin und Kuratorin Gebert Stiftung für Kultur) und Fredy Hörler (Inhaber von Ambiente Einrichtungskonzepte AG Rapperswil) — wurde zum zweiten Mal durch den in Biel lebenden Designer Dimitri Bähler verstärkt.

In diesem Jahr vermochten siebzehn innovative Projekte die Jury zu überzeugen. Die GSfK ist hoch erfreut darüber, dass auch in diesem Jahr — trotz einer inhaltlichen und formalen Eingrenzung oder Ausrichtung — zahlreiche Bewerbungen eingingen und das Niveau gleichbleichend ausserordentlich hoch war.
Die Bewerbung sollte eine innovative Projektidee oder fertige Produkte beinhalten, die nicht älter als drei Jahre sind. Zugelassene Gestaltungsbereiche 2018 sind Mode- und Textildesign, Industrial- und Produktdesign, Interior- und Möbeldesign. Neben der formalen Einschränkung (Grafik- und Kommunikationsdesign sowie Fotografie wurden dieses Jahr explizit ausgelassen) wird neu ein inhaltlicher Fokus besonders heraus gestrichen: Der Gebert Stiftung für Kultur ist das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wichtig. Wir legten daher ein spezielles Augenmerk auf jene Eingaben, die sich ausdrücklich unter diesem Aspekt mit der Entwicklung und Realisierung von Produkten auseinandersetzen.

Voraussichtlich soll 2020 hingegen Ausstellung und Preis auf die Sparten Grafik-, Game-, Interaction-, Web- und Kommunkationsdesign ausgerichtet werden. Ausstellerinnen und Aussteller: Innovative, in der Produktionsschlaufe den Tendenzen von Fast-Fashion entgegenlaufende, in der Materialwahl bedachte und im internationalen Wettbewerb angekommene Mode wird dieses Jahr repräsentiert von Blank Etiquette (Tosca Wyss war 2014 bereits mit ihrem damals noch reinen Männerlabel vertreten), Laerchensteig (Männerlabel von Simon Mauchle und Freunden), Sanikai (Sanaz und Kai Wasser) und ein weiteres Mal Matthias Fürst und Karin Wüthrich (Beteiligung 2016) unter dem neuen Namen After Work Studio.

Im Zwischenbereich von Mode und Textil zeigen wir von Adriana Quaiser (AQ) einerseits innovative Bademode sowie ihre neuen Erzeugnisse im Bereich der Kopfbedeckung oder aber eine Auswahl herausragend künstlerischer Tücher des Labels Frottee di Mare (Nina Hebting und Jan Leu). Die Künstlerin Nina Hebting aus Zürich entwickelt Zeichnungen für Badetücher und verwebt so wortwörtlich Kunst mit einem Alltagsprodukt. Das Ergebnis sind einzigartige Frottetücher, die sowohl als Bild an der Wand als auch im Badezimmer einen guten Eindruck machen.

Es freut uns besonders, dass wir in diesem Jahr mit LARS-Brillen auch innovatives Design aus Rapperswil präsentieren können: vertreten durch Simon Krähenbühl, Stephan Nick und Joseph Zahner, verspricht das noch junge Label neben höchstem Tragekomfort eine einzigartige Designsprache. Isabelle Mayer ihrerseits bringt das Verständnis von tragbarem Schmuck auf ein neues Niveau und navigiert zwischen Extravertiertheit und modischen Strömung wie Statement-Ohrringen. Das von Alfonso Negri gegründete Label h-topie bewegt sich auf höchstem Niveau was Ästhetik, Materialisierung und Fertigung betrifft. Von ihm zeigen wir eine Auswahl von Produkten aus dem Bereich der Papeterie. Auch Christian Spiess (Beteiligung 2016) ist erneut mit einem Produkt vertreten und zeigt uns mit dem hochwertig hergestellt und ausgeklügelten Holz-Spiel TAWA, dass analoge Spielobjekte noch lange nicht an Attraktivität eingebüsst haben. Manon Briod ihrerseits bewegt sich zwischen Kunst und Design und hat für die Ausstellung eine Laborsituation zusammen gestellt.

Möbeldesign ist in diesem Jahr vielfältig rund um das Produkt des Stuhls insbesondere präsent: Fabio Hendrys Erzeugnisse muten künstlerisch an und führen Produktionsprozesse ad absurdum während Egli Studio (Thibault Dussex & Yann Mathys, Beteiligung 2016) mit einer betörenden Aluminium-Garnitur zu überzeugen vermögen. Michel Charlot zeigt seinerseits einen Bürohocker, der durch Ästhetik genauso wie durch Materialität auffällt und nicht nur im Bürokontext eine gute Figur macht. Auch Lucas Uhlmann zeigt eine Möbelgarnitur, hat sich aber ganz und gar der der Festbank verschrieben, die man sich eleganter nicht vorstellen könnte. Daniel Wehrli wartet auf mit Stuhl und Bank und zeigt uns, wie Funktionalität und Schönheit Hand in Hand gehen. Sein spezieller Gedanke gilt dabei der Bank als „Urform“ des gemeinsamen Sitzens und Kommunizierens. Salome Lippuner führt uns mit ihren Erzeugnissen in die uralte japanische Technik des Urushi ein. Nach vielen Jahren des Trainings fertigt sie daraus in alter Manier neben Tischen auch Schmuckstücke.

Weitere Informationen unter:
www.gebert-ambiente-designpreis.ch
www.alte-fabrik.ch
www.ambiente.ch

(OriginalMeldung, Autor: Geberit Stiftung für Kultur)

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