BENKEN: LOCKER SEIN – ABER NICHT LOCKER LASSEN

Der Fraue Morge Benken atmete am vergangenen Mittwoch tief durch. Die Referentin Edith Rosenast analysierte mit den Teilnehmerinnen die inneren Bilder und zeigte auf, wie man den Alltag weg von der Funktion hin zur Gestaltung wenden, und dem Leben mehr Spannkraft verleihen kann.

Benken. Der Saal in der Bretzelstube in Benken war einmal mehr gut gefüllt mit aktiven Teilnehmerinnen am Fraue Morge. Die Frauen hatten spürbar Lust, zusammen mit Edith Rosenast aus Greifensee der eigenen Lebensmelodie nachzuspüren. Die Referentin, nun Senioren-Teenager, früher Fachlehrerin Handarbeit, Katechetin und Gesundheits- und Wellnesstrainerin, zeigte anhand von Bildern auf, wie das Bewusstsein eines Menschen geprägt sein kann. Vom Moralisten, über den Kritiker, den Psychologen bis zum Besänftiger sind die Rollen ganz unterschiedlich verteilt. Doch diese Stereotypen können auch überwunden werden. Rosenast betonte: «Wir müssen lernen, den verinnerlichten Film abzuschalten und einen neuen Film zu drehen, bei dem wir unser eigener Regisseur sind!»

Wertvoll – von Anfang an!

Manchmal reichen nur schon kleine Veränderungen, um dem Alltag neuen Schwung zu verleihen. Die Fraue Morge-Damen erprobten sich beispielsweise im Joggen an Ort oder lockerten mit Bällen die Hände und Finger. Überhaupt sei Bewegung, insbesondere in der Natur, immer wieder eine gute Art, den Stress abzuschütteln und die aktive Gelassenheit zu fördern, so die Referentin. Auch die Verabschiedung vom steten Leistungsdruck kann helfen, sein Leben freudiger zu gestalten. Aufbauende Sätze wie «Hab den Mut, täglich etwas zu verpassen» oder «Es hängt nicht von mir ab, aber es kommt auf mich an» sollen Inspirationsquellen sein, sich auch ohne augenscheinlich etwas zu leisten, wertvoll zu fühlen. Edith Rosenast brachte mit dem abschliessenden Bild nochmals klar zum Ausdruck, dass wir bewusst die Hektik des Alltags immer wieder mal quasi ausknipsen sollen: «Gott hat uns mit der Standardausrüstung Auge und Augenlid ausgestattet. So können wir die Augen schliessen und unserem Herzen und unserer Seele eine Atempause gönnen.»

Nächster Fraue Morge Benken: Mittwoch 23. Januar 2019, 08.45 – 11.00 Uhr, Appenzeller Handstickerei, Rest. Rössli, Benken. Referentin: Verena Schiegg, Appenzell

(Bericht: Gabi Corvi)

 

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