BAUSTELLEN-ABWASSER ALS UMWELTSÜNDER

2018 gingen beim Umwelt-Schadendienst des Amtes für Wasser und Energie und des Amtes für Umwelt 76 Meldungen ein.

Besonders häufig war Abwasser von Baustellen die Ursache für Gewässerverschmutzungen.

Nicht nur fehlende Absetzbecken, sondern auch Hydraulikdefekte von Baumaschinen und ungenügende Sorgfalt bei Erdsondenbohrungen führten 2018 auf Baustellen zu umweltrelevanten Schadenfällen. Leichtsinniger Umgang mit Gülle, Heizöl oder Dieselöl, aber auch Transport- und Verkehrsunfälle waren weitere häufige Ursachen, die den Einsatz des Umweltschadendienstes erforderten.

Schwerwiegende Fälle verzeichnete das Baudepartement im vergangenen Jahr keine. Aber selbst kleine Ereignisse können grossen Schaden anrichten. So kann beispielsweise Gülle oder Baustellenabwasser den gesamten Fischbestand eines Gewässers vernichten.

Damit die Vorschriften zum Schutz der Umwelt auf den Baustellen konsequenter umgesetzt wird, unterstützen das AFU und AWE die Bauunternehmen und Gemeinden mit Informationsmaterial, persönlicher Beratung oder regelmässigem Kontakt.

Wenn bei Schadenfällen die negativen Folgen für die Umwelt klein bleiben, ist dies meist den lokalen Einsatzkräften zu verdanken. Der Pikettdienst von AWE und AFU berät Feuerwehr, Polizei und die Gemeinde vor Ort. Oft werden nach Schadenfällen Sanierungen ausgelöst.

Die Informations- und Präventionsarbeit für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und den Bau von Anlagen lohnt sich und wird fortgesetzt.

(OriginalMeldung) 

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