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28.11.2021

Gefährlichkeit der Virusmutation noch offen

Tanja Stadler, Leiterin der wissenschaftlichen Covid-19 -Taskforce, ist überzeugt, dass die Schweiz beim Kampf gegen die neue Corona-Variante Omikron ein Zeitfenster hat, das es zu nutzen gelte. (Archivbild)
Tanja Stadler, Leiterin der wissenschaftlichen Covid-19 -Taskforce, ist überzeugt, dass die Schweiz beim Kampf gegen die neue Corona-Variante Omikron ein Zeitfenster hat, das es zu nutzen gelte. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Coronavirus – Das neue Coronavirus Omikron wird früher oder später den Weg in die Schweiz finden. Davon ist die Chefin der wissenschaftlichen Taskforce, Tanja Stadler, überzeugt. Die Schweiz verfüge über ein Zeitfenster, das sie nutzen müsse, um sich vorzubereiten.

Wie gefährlich das mutierte Virus sei, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte Stadler in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Bekannt sei, dass sich genesene und geimpfte Personen mit der neuen Variante angesteckt hätten.

Fakt sei, dass Omikron sich in Gebieten durchgesetzt habe, wo die Delta-Variante vorherrschend gewesen sei. Es gelte nun, die Delta-Variante in den Griff zu bekommen, bevor allenfalls Omikron die Schweiz vor noch grössere Herausforderungen stelle.

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, schlägt Richard Neher, Mitglied der Taskforce konkrete Massnahmen vor. Die Frist zwischen der zweiten und dritten Impfung sollte von sechs auf vier bis fünf Monate verkürzt werden, sagte Neher gegenüber der "SonntagsZeitung".

Wegen der aktuell geltenden Frist könnten sich sehr viele Menschen in der Schweiz bis Ende Jahr noch gar nicht boostern lassen. Weil sich die Zahlen der Neuinfektionen bereits auf sehr hohem Niveau bewegten, genüge es nicht, den Anstieg zu bremsen.

Eine Senkung sei nötig. Dazu brauche es weitere Massnahmen, sagte Neher weiter. Wenn die Bevölkerung in den nächsten drei Wochen soviel wie möglich boostere, lasse sich Weihnachten retten. Laut Stadler dürfte bis Weihnachten das Deltavirus das Hauptproblem sein.

Keystone-SDA