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04.04.2021
03.04.2021 09:58 Uhr

Frohe Ostern und spannende Bräuche

Seit dem 17. Jahrhundert bringt der Osterhase an Ostern die Eier. Bild: zVg
Linth24 wünscht allen Leserinnen und Lesern herzlich ein frohes Osterfest und viel Erfolg beim Eier suchen! Was es sonst noch für Bräuche gibt, erfahren Sie hier.

Ostern ist ein urchristliches Fest, gefeiert wird die Auferstehung Jesus Christus. Trauer wird bei Christen durch Freude abgelöst. Während sich bei uns alles um Osterhasen und Ostereier dreht, haben sich an manchen Orten der Welt durchaus lustige Bräuche entwickelt: 

  • Im deutschen Ostheim vor der Rhön ist der Osterhase arbeitslos: Hier gibt es den Osterstorch. In Schweden übernehmen Osterküken diesen Job.
  • Sportlich feiern die Waliser aus Tenby die Auferstehung Jesu: mit drei Purzelbäumen am Ostermontag kurz vor Sonnenaufgang.
  • Manche Regionen in Polen feiern Ostern feucht-fröhlich. Am "Tag des Wassergießens" werden Vorbeikommende mit Wasser bespritzt. Die meisten beschweren sich nicht, da die unfreiwillige Dusche Glück bringen soll.
  • Die Bulgaren haben ein besonders Verhältnis zu Ostereiern. Statt sie zu verstecken und mit der ganzen Familie zu suchen, bewerfen sich die Bulgaren gegenseitig mit den bunten Eiern. Gewonnen hat derjenige, dessen Ei nicht zerbricht. Sein Gewinn: Das nächste Jahr soll besonders erfolgreich für ihn verlaufen.
  • Auf den Philippinen wird Ostern ähnlich gefeiert wie bei uns: Der Osterhase bringt die bunten Eier und Süßigkeiten. Skurril wird die Feier am Ostersonntag: Sobald die Glocken läuten, nehmen Eltern ihre Kinder am Kopf und heben sie hoch, um ihnen zu mehr Wachstum zu verhelfen.
  • In Frankreich bestimmen andere Symbole das christliche Fest. Der Karfreitag ist kein Feiertag. Eine große Rolle spielt der Osterfisch, der "Poisson d'Avril", was Aprilfisch bedeutet. Der Osterfisch ist eng verbunden mit dem Osterfest, obwohl er seinen eigentlichen Auftritt am 1. April hat. Dann versuchen die Kinder, den Erwachsenen einen Papierfisch auf den Rücken zu kleben, eher im Sinne eines Aprilscherzes.
  • Manche Regionen in Italien haben eigene Bräuche. So wird beispielsweise in Greve, in der Chianti-Region, eine weiße Kunststofftaube an einem Drahtseil von der Kirche aus über den Platz geschossen. Die Bewohner warten dann darauf, ob es die Taube an dem Seil auch wieder zurück zur Kirche schafft und applaudieren.
  • In manchen Gegenden Spaniens werden am Ostersonntag Strohpuppen verbrannt, die Judas symbolisieren.

Woher stammt der Name «Ostern»

Dazu gibt es drei Theorien: 1. Der Name ist von der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Eostre abgeleitet. 2. Die Frauen, die an Jesus offenem Grab standen, haben in Richtung Osten geblickt, während sie auf seine Rückkehr gewartet haben. Mit der Zeit hat sich aus dem Wort Osten der Begriff Ostern entwickelt. 2. Der Begriff Ostern kommt von einem germanischen Wasserritus, das im Zusammenhang mit Taufen steht: "Begießen" heißt im nordgermanischen "austr".

Warum bringt der Osterhase Eier?

Seit dem 17. Jahrhundert bringt der Osterhase an Ostern die Eier. Davor haben auch andere Tiere die Eier überbracht. So gab es zum Beispiel einen Osterfuchs, einen Osterstorch und andere Ostervögel. Doch warum hat sich der Hase durchgesetzt? Der Hase war früher ein Symbol für Fruchtbarkeit. Denn Hasen können bis zu 20 Junge pro Jahr bekommen. Daher war der Hase auch das heilige Tier der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera. Dasselbe gilt für Eier. Auch sie wurden mit Furchtbarkeit und Leben in Verbindung gebracht. Wegen ihrer ähnlichen Symbolik wurden Hasen und Eier oft zusammen abgebildet. Außerdem galt der Hase als tierisches Symbol für Jesus Christus. Im 17. Jahrhundert hat sich der Hase dann endgültig als alleiniger Überbringer der Ostereier durchgesetzt.

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