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09.07.2021
09.07.2021 13:09 Uhr

Grosse Feuerwehrübung auf dem Obersee

Als Übung musste die Feuerwehr Uznach-Schmerikon Personen von einem «brennenden» Schiff retten.
Als Übung musste die Feuerwehr Uznach-Schmerikon Personen von einem «brennenden» Schiff retten. Bild: Linth24
In Zusammenarbeit mit der ZSG und den umliegenden Seerettungsdiensten probte die Feuerwehr Uznach-Schmerikon einen Grosseinsatz auf dem Obersee – unter harten Bedingungen.

Zürichsee und Obersee sind ein Paradies für Wassersport und Schiffsrundfahrten. Auch der nautische ÖV gehört dazu. Bei schönem Wetter eine Pracht, bei Regen kann man es sich im Schiffsrestaurant gemütlich machen. Kein Wunder, sind die Kurs- und Ausflugsschiffe gut besucht. Wer denkt dabei schon an ein Unglück oder einen Notfall. Man ist auch «nur» auf dem See und nicht mitten in einem Ozean. Doch der Schein kann schnell trügen. Auch auf den Seen im Binnenland Schweiz kann es zu Havarien kommen. Um auf solche Situationen vorbereitet zu sein, hat die Feuerwehr Uznach-Schmerikon am Donnerstagabend eine grosse Rettungsübung durchgeführt.

  • Martin Kuhn, Geschäftsleiter der Rettungsdienste, informiert über den Einsatz der Rettungskräfte. Bild: Linth24
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  • Die Feuerwehrübung wurde mit einem Schiff auf dem Obersee ausgeführt. Bild: Linth24
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  • Die Übungsleitung der Feuerwehr. Bild: Linth24
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  • Arbeit für den Einsatzleiter. Bild: Linth24
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  • Die Feuerwehr trifft ein. Bild: Linth24
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  • Unterstützung durch den Sanitätszug der Feuerwehr Rapperswil-Jona. Bild: Linth24
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  • Die Übung stößt auf reges Interesse bei der Bevölkerung. Bild: Linth24
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  • Der Sanitätszug der Feuerwehr RJ macht sich bereit für die "Schwerverletzten". Bild: Linth24
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  • Rettungszelte werden aufgebaut. Bild: Linth24
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  • Das Rettungsgerät wird für den Transport zum havarierten Schiff verladen. Bild: Linth24
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  • Das Boots-Team vom Seerettungsdienst. Bild: Linth24
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  • Alle sind bereit für den Einsatz. Bild: Linth24
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  • Ein Profiteam aus je zwei Rettungssanitätern wartet auf die "Schwerverletzten". Bild: Linth24
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  • Die ersten Passagiere treffen im Sanitätszelt zur Aufnahme der Personalien ein. Bild: Linth24
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  • Blitzschneller Transport der "Schwerverletzten". Bild: Linth24
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  • Die ganzen Bergung- und Rettungskräfte sind bereit. Bild: Linth24
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  • Mobile Einsatzzentrale der Feuerwehr. Bild: Linth24
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Ruhiges und eingespieltes Zusammenwirken

«Feuerwehr Schmerikon, Brand auf Kursschiff, Schiff liegt ca. 100m vom Ufer entfernt, Alst.1.0» So lautet die Alarmmeldung, welche durch die Notrufzentrale eingegangen ist.

Brand und starke Rauchentwicklung im Maschinenraum des Kursschiffes Limmat.

  • 80-100 Passagiere teils mit Rollstühlen oder Gehhilfen an Bord.
  • Das Schiff liegt manövrierunfähig ca. 100 m vom Anlegesteg Schmerikon entfernt.
  • 2 Personen schwer, 2 Personen mittelschwer und 3-4 Personen leicht verletzt.
  • Einzelne Passagiere sind bereits ins Wasser gesprungen und schwimmen in verschiedenen Richtungen ans Ufer.

So zeigt sich die Ausgangslage für die Blaulichtorganisationen und die ZSG am frühen Donnerstagabend. Nach der Alarmauslösung war die Truppe wie gewohnt schnell am Einsatzort. Die verschiedenen Einsatzkräfte zeigten ein ruhiges und gut eingespieltes Zusammenwirken. Dem zahlreich erschienenen Publikum, welches sich um den ganzen Einsatzort verteilte, schenkt das Vertrauen und Sicherheit. Martin Kuhn, Geschäftsführer der Rettungsdienste, meint zu Linth24, dass im Ernstfall ein bestens ausgebildetes und ausgerüstetes Grossaufgebot an Rettungsfahrzeugen, Material und Personal innert in kürzester Zeit aus dem Grossraum Zürich-Ostschweiz vor Ort wäre.

Grosse Zusammenarbeit

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr müssen auf das Schiff gelangen. Die Seerettung Schmerikon wird für den Personen- und Materialtransport aufgeboten. Zusätzliche Mittel werden benötigt. So kommen die Seerettungen RJO und Freienbach, der Sanitätszug RJO, die FW Benken und der Schlepper Neptun der Firma JMS zum Einsatz. Während die FW Benken die Zufahrten und Rettungsachsen überwachen und freihalten, sichern die Neptun und die Seerettungen RJO und Freienbach das havarierte Schiff, damit es nicht abgetrieben wird. Der Sanitätszug unterstützt Regio 144. Für die Evakuation der Passagiere wird das Partnerschiff von Rickli Schifffahrt aufgeboten. Die engen Platzverhältnisse beim Anlegesteg erschweren die Arbeit zusätzlich.

In unmittelbarer Nähe muss Platz für Patientensammelstelle, Sanitätshilfestelle, Rettungsfahrzeuge etc. geschafft werden, ohne dass sich diese gegenseitig behindern. Die Zivilschutzanlage wird als Sammelstelle für unverletzte Personen benutzt. Gerade solch gross angelegten Übungen sind für die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen enorm wichtig.

Motivierte Männer und Frauen

Der Seerettungsdienst brachte die Feuerwehrleute mit Vollgas zum brennenden Schiff. Ein kleineres Bott der ZSG nahm die ersten Passagiere auf und brachte sie sicher zum Sanitätszug, wo sie im Zelt betreut wurden. Auf jeden «Schwerverletzten» wartete ein professionelles Zweier-Team für die medizinische Versorgung. Die ganze Organisation zeigte motivierte und konzentrierte Männer und Frauen, die einen grossen Teil ihrer Freizeit in den Dienst an der Gesellschaft stellen.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24