Linthgebiet
24.03.2020
24.03.2020 06:24 Uhr

Corona-Betrüger an der Wohnungstür

Betrüger nutzen die Corona-Krise auf diverse Arten aus. Kriminelle versuchen sogar an der Haustüre, die Bewohner zu manipulieren.

Auch vor Wohnungstüren machen die Kriminellen nicht halt. Sie können sich sogar ausweisen und behaupten, dass ihnen der Zutritt ins Haus oder Wohnung gewährt werden «müsse».

In mehreren Ortschaften auch im Linthgebiet haben je zwei Personen, die mit weissen Anzügen und Mundschutz ausgerüstet waren, an Haus- und Wohnungstüren geklingelt, vorwiegend bei älteren Bewohnern. Sie gaben sich als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus und konnten sich perfekt ausweisen. Natürlich selber erstellt! Im Auftrag des Kantonalen Amtes müssten sie einen Test durchführen, da in der Umgebung bereits Infektionen aufgetreten seien. Eine Person misst den Blutdruck mit einem Messgerät. Die zweite Person durchsucht in dieser Zeit die Wohnung nach Geld und Wertsachen.

Angst einflössen will ein Verkäufer von Mundschutz. Er bietet den Mundschutz für 200 Franken an, den er im Grosshandel für 50 Rappen eingekauft hat. Im Kanton Zürich wurde jemand deshalb bereits verhaftet.

Eine farbige Flüssigkeit in einer Sprühflasche soll vor Viren schützen. Die bunt bedruckte Etikette bestätigt die Werbeworte. Das Virenvernichtungsmittel ist reines Brunnenwasser mit etwas Wasserfarbe.

Vorsicht bei Anrufern, die Geld für eine Corona-Behandlung verlangen oder Einkaufsdienste anbieten.

Der klassische Telefontrick hat Hochkonjunktur. Ein vermeintlicher Verwandter ruft per Telefon an und erzählt, dass er mit dem Corona-Virus infiziert im Spital liege und die Quarantäne abwarten müsse. Die teuren Medikamente übernehme die Krankenkasse nicht. Er bittet um einen grösseren Geldbetrag. Nach Zustimmung wird der abgesprochene Betrag innert einer Stunde vom Pflegepersonal persönlich abgeholt.

Am Telefon meldet sich eine unbekannte Organisation, die den Dienst des Einkaufens anbietet. Sie weist darauf hin, dass ab dem 65. Altersjahr keine Einkäufe selber getätigt werden dürfen. Die gemeine Organisation bittet, den Einkaufszettel mit Geld vor die Haustüre zu legen. Die «hilfsbereite» Person kommt sofort vorbei, holt Auftrag und Geld ab, bringt jedoch keine Dinge des täglichen Bedarfs und behält das Geld für sich.

Die Polizei warnt vor solchen miesen Tricks. Seien Sie Misstrauisch. Lassen Sie niemand in die Wohnung oder Haus. Empfangen Sie keine Besuche in den Abendstunden. Lassen Sie sich nur helfen von Menschen, die Sie gut und persönlich kennen.

Werner Hofstetter, Linth24
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