Kanton
23.03.2020
23.03.2020 18:35 Uhr

Erster Todesfall im Kanton St. Gallen

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Coronavirus und eine Kurzfassung über die neusten veröffentlichten Informationen des Bundes.

Aktuelle Situation Schweiz

 

Positiv getestet:     8060 Personen
Anzahl Tote:               66 Personen

 

23. März 2020:

- Erster Todesfall: Eine Person, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, ist heute verstorben. Die Person hatte verschiedene Vorerkrankungen.

Beim ersten Todesfall im Kanton St.Gallen aufgrund des Coronavirus handelt es sich um einen Mann mit Jahrgang 1934. Der Mann hatte verschiedene Vorerkrankungen. Der Kanton St.Gallen wird aufgrund des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren Angaben machen.

Die Regierung des Kantons St.Gallen spricht der Familie ihre Anteilnahme aus, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei St.Gallen

- Neue Zahlen: Der Kanton St.Gallen hat die Anzahl der bestätigten Fälle aktualisiert. Diese beläuft sich auf 185. Das ist eine Zunahme von 87 Corona-Fällen innert drei Tagen (letzte bestätigte Angabe).  National ist die Anzahl der Infizierten mit 8060 über Nacht um über 1000 Fälle gestiegen. Das BAG meldet 66 verstorbene Corona-Patienten. 

- 11 Tote in 24 Stunden: Der Kanton Tessin bleibt der am stärksten betroffene Kanton in der Schweiz. In den vergangenen 24 Stunden wurden elf weitere Todesfälle registriert. Im Tessin sind bisher 48 Personen am Coronavirus gestorben.

22. März 2020:
Die Anzahl der positiv getesteten Personen ist auf 7014 gestiegen. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sind 60 Personen am Coronavirus gestorben.

Die höchste Inzidenz (Fälle pro 100'000 Einwohner) hat laut aktualisiertem Situationsbericht zur epidemiologischen Lage der Kanton Tessin (283,5), gefolgt von den Kantonen Waadt (205,8) und Basel-Stadt (203,8). Der Kanton St.Gallen hat eine Inzidenz von 32.1. Bestätigt sind 98 Fälle (Stand 20.3.).

Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage. Die Zahl der Erkrankungen nimmt rasch zu. Die gesamte Bevölkerung ist betroffen und alle müssen jetzt Verantwortung übernehmen: Bleiben Sie zu Hause. Nur durch gemeinsames Handeln lassen sich die Zahl der schweren Erkrankungen begrenzen und die Überlastung unseres Gesundheitssystems vermeiden. 

Der Bundesrat ruft die Bevölkerung auf, Verantwortung zu übernehmen: Bleiben Sie zu Hause. Der Bundesrat hat seine Massnahmen zudem weiter verschärft. Verboten sind Treffen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum. Kommen fünf Personen oder weniger zusammen, müssen sie den Abstand von zwei Metern eingehalten. Wer sich nicht daran hält, wird mit einer Busse bestraft. Die bisherigen Massnahmen bleiben in Kraft. Informationen zur aktuellen Lage, für besonders gefährdete Personen, die Arbeitswelt und Gesundheitspersonenfinden Sie unter dieser Rubrik.

20. März 2020:

- Das wichtigste aus der Medienkonferenz des Bundesrats:

  • Gruppen mit mehr als fünf Personen in öffentlichen Parks und Plätzen sind verboten.
  • Die Anzahl der Infizierten nehme rasch zu, deshalb sind diese Massnahmen nötig.
  • Man solle nur in Ausnahmefällen das Haus verlassen. Eine Ausgangssperre wolle man vermeiden.
  • Arbeitgeber im Baugewerbe und der Industrie werden verpflichtet, die Hygiene und Abstandssregeln einzuhalten. 
  • Die Zahl der Arbeiter auf Baustellen soll limitiert werden.
  • Der Bund stellt den Kantonen zusätzliche Zivilschützer zur Verfügung. Diese sollen maximal 850'000 Diensttage leisten.
  • Es werden für die Wirtschaft weitere 32 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Insgesamt beträgt die Hilfe 42 Milliarden Franken.
  • 20 Milliarden Franken gibt es für Unternehmen, damit sie weiterhin Löhne bezahlen können.
  • Selbständig Erwerbende sollen über die Erwerbsersatzordnung Geld erhalten.
  • Betriebe sollen für Lehrlinge auch Kurzarbeit beantragen können, damit keine entlassen werden müssen. 
  • Eltern werden für Lohnausfälle entschädigt, wenn sie sich wegen Schliessung der Schulen um ihre Kinder kümmern und nicht arbeiten können. 
  • Der Bund verbürgt gegenüber den Banken Geld, damit die normalen Banken das Geld an Bürger und Firmen verteilen können. 
  • Das gehe bis zu 500'000 Franken ohne weitere Prüfungen. Besonders die KMU seien wichtig.
  •  280 Millionen erhalten Kultur, 100 Millionen der Sport. 

- Das BAG veröffentlicht die neusten Zahlen:
In der Schweiz gibt es 4840 positiv getestete Personen, davon sind 4176 bestätigt. Das ist eine Zunahme von 738 (bestätigten) Fällen über Nacht. Die Anzahl der Toten beträgt 43. Am Donnerstag waren es noch 33.

- Kommt die Ausgangssperre?
Heute könnte es sein, dass der Bundesrat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Was würde das für unser Land und die 8.5 Millionen Bewohner bedeuten? Wenn man mit anderen Länder vergleicht sieht man: Es gibt strenge – und vergleichsweise moderate Sperr-Massnahmen.

In der Schweiz wäre es möglich, dass die Ausgangssperre wie im Kanton Uri nur für über 65-jährige gilt. Würde man das Beispiel Italien nehmen, dann wäre es für die gesamte Bevölkerung nur erlaubt das Haus zu verlassen, um einzukaufen, arbeiten zu gehen wenn nicht anders möglich oder aus medizinischen Gründen. Verlassen die Italiener ihr Haus, müssen sie ein Formular bei sich tragen und die entsprechende Begründung vorweisen.

19. März 2020:
- Das BAG meldet eine Zunahme von über 800 positiv getestete
Personen über Nacht und insgesamt 33 Toten. 

- Daniel Koch vom BAG an der Pressekonferenz:
Die Infektionen verbreiten sich exponentiell. Die Situation im Tessin sei dramatisch und es gibt kaum noch Intensiv-Betten. Insgesamt sollen noch 160 von 800 Intensivpflege-Betten in der Schweiz frei sein. Im Moment reicht es noch, aber es ist absehbar, dass es nicht reichen wird. Man wird versuchen, andere Patienten auf der Intensivstation vorzeitig zu verlegen, um sie etwa in Zürich zu operieren. Man möchte in der Schweiz einen Zustand wie in Italien unbedingt verhindern, deshalb sei es so wichtig, dass es keine neuen Ansteckungen gibt. 

- Neue Massnahmen beim Einkaufen
Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch  ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Wie das BAG ausführt, ist die Anzahl Kundinnen und Kunden im Laden von der Verkaufsfläche abhängig zu machen. Es gilt der Richtwert von einer Person pro 10m2. Der Detailhandel hält das für eine sinnvolle Regelung. Sie erlaubt gleichzeitig den Schutz der Mitarbeitenden und der Kundinnen und Kunden wie auch die Erfüllung des Versorgungsauftrages.

Neben dem Detailhandel sind aber auch die Kundinnen und Kunden aufgefordert, sich an die entsprechenden Vorgaben zu halten: Die Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zum Personal an der Kasse, die Verwendung von Debit- oder Kreditkarten statt Bargeld sowie die Nutzung von Self Scanning und -check out-Lösungen sind weitere wichtige Massnahmen, um das Übertragungsrisiko zu senken.

Darüber hinaus betont der Detailhandel noch einmal: Die Versorgung mit Gütern ist absolut sichergestellt. Hamsterkäufe sind unnötig. Der Detailhandel appelliert an seine Kundinnen und Kunden sich solidarisch zu zeigen und vernünftig einzukaufen.

- Armee möchte mehr Beatmungsgeräte beschaffen:
Die Armee hat die Beschaffung von weiteren Beatmungs- und Monitoringgeräten in die Wege geleitet. Zusätzlich zu den bestehenden rund 100 Einheiten werden weitere 900 Einheiten beschafft. Ende Woche wird eine erste Lieferung von 50 Einheiten erwartet.

++++++Aktuelle Situation International++++++

Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus in mehr als 170 Länder oder Regionen

Italien:

Erkrankungen: mehr als 59 000 Personen
Davon verstorben:
 5476 Personen

Weltweit:

Erkrankungen: mehr als 338 000 Personen
Davon verstorben:
 mehr als 14 000 Personen

 

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