Kanton
23.03.2020
22.03.2020 19:41 Uhr

SG: Drei regionale Konsultationszentren

Um die Ärzte bei den hohen Patientenzahlen zu entlasten, baut der Kanton St.Gallen drei regionale Konsultationszentren auf. Diese sind ab Montag 30. März in Betrieb.

Für Corona-Betroffene bleibt der Ablauf gleich: Personen, die schwere Symptome zeigen oder zu der besonders gefährdeten Gruppe gehören, melden sich zuerst telefonisch beim Hausarzt an. Falls aus Sicht der Ärzteschaft eine Konsultation notwendig ist, wird der Hausarzt die Person bei einem Konsultationszentrum anmelden, falls die Praxis keine weiteren Patienten aufnehmen kann. Anschliessend erhält die betroffene Person einen Termin in einem Konsultationszentrum.

Die drei Konsultationszentren werden im Raum St.Gallen, in der Region Sarganserland und der Region See-Gaster in Betrieb genommen. Zutritt erhält nur, wer vorgängig durch den Hausarzt angemeldet wurde und sich ausweisen kann. Wer ohne Terminreservation vor Ort erscheint, wird nicht behandelt.

Die Regierung hat den kantonalen Führungsstab beauftragt, die drei Konsultationszentren aufzubauen. Das Fachpersonal in den Konsultationszentren wird ab Montag 30. März die Hausärzte im Kanton St.Gallen unterstützen und entlasten.

Hohe Resonanz an Gesundheitspersonal
Am vergangenen Mittwoch hatte der Kanton online und auf Social Media bekannt gegeben, dass er weiteres Fachpersonal im Gesundheitswesen sucht. Die Resonanz des Fachpersonals ist überwältigend: Bisher haben sich über 500 Personen gemeldet, darunter sind diplomierte Pflegefachpersonen, Fachangestellte Gesundheit, Pflegehilfen, Ärzte und viele Personen aus den medizinisch-, technisch- und therapeutischen Berufen.

Dieser Personalpool ist quasi ein Sicherheitsnetz für Gesundheitsinstitutionen, die aufgrund der aktuellen Lage Personal-Engpässe überbrücken müssen. Das Gesundheitsdepartement kann damit schnell helfen und Personal-Engpässe beseitigen, beispielsweise in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen oder der Spitex.

Alle Gesundheitsinstitutionen sind informiert, dass sie sich bei Personalengpässen an den Dienst für Pflege und Entwicklung des Gesundheitsdepartements wenden können. Die ersten Personen konnten bereits erfolgreich vermittelt werden. Alle Betroffenen können sich weiterhin melden auf www.sg.ch/coronavirus.

OM
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