Kanton
21.03.2020

Höchster Anstieg innert 24 Stunden

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Coronavirus und eine Kurzfassung über die neusten veröffentlichten Informationen des Bundes.

Aktuelle Situation Schweiz

 

Positiv getestet:     6113 Personen
Anzahl Tote:               56 Personen

 

21. März 2020:

Das BAG veröffentlicht am Samstagmittag die neuesten Zahlen:
In der Schweiz gibt es nach jetzigem Erkenntnisstand 6113 positiv getestete Person. Das sind 1273 mehr als noch vor 24 Stunden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. 56 Personen sind verstorben. Es handelt sich um den höchsten Anstieg innert 24 Stunden. Wie viele Fälle bestätigt sind, wurde vom BAG nicht mitgeteilt. 

Die höchste Inzidenz (Fälle pro 100'000 Einwohner) hat laut aktualisiertem Situationsbericht zur epidemiologischen Lage der Kanton Tessin (257,8), gefolgt von den Kantonen Waadt (181,2) und Graubünden (106,9).  Der Kanton St.Gallen meldet 98 bestätigte Fälle (Stand: 20.März).

20. März 2020:

- Das wichtigste aus der Medienkonferenz des Bundesrats:

  • Gruppen mit mehr als fünf Personen in öffentlichen Parks und Plätzen sind verboten.
  • Die Anzahl der Infizierten nehme rasch zu, deshalb sind diese Massnahmen nötig.
  • Man solle nur in Ausnahmefällen das Haus verlassen. Eine Ausgangssperre wolle man vermeiden.
  • Arbeitgeber im Baugewerbe und der Industrie werden verpflichtet, die Hygiene und Abstandssregeln einzuhalten. 
  • Die Zahl der Arbeiter auf Baustellen soll limitiert werden.
  • Der Bund stellt den Kantonen zusätzliche Zivilschützer zur Verfügung. Diese sollen maximal 850'000 Diensttage leisten.
  • Es werden für die Wirtschaft weitere 32 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Insgesamt beträgt die Hilfe 42 Milliarden Franken.
  • 20 Milliarden Franken gibt es für Unternehmen, damit sie weiterhin Löhne bezahlen können.
  • Selbständig Erwerbende sollen über die Erwerbsersatzordnung Geld erhalten.
  • Betriebe sollen für Lehrlinge auch Kurzarbeit beantragen können, damit keine entlassen werden müssen. 
  • Eltern werden für Lohnausfälle entschädigt, wenn sie sich wegen Schliessung der Schulen um ihre Kinder kümmern und nicht arbeiten können. 
  • Der Bund verbürgt gegenüber den Banken Geld, damit die normalen Banken das Geld an Bürger und Firmen verteilen können. 
  • Das gehe bis zu 500'000 Franken ohne weitere Prüfungen. Besonders die KMU seien wichtig.
  •  280 Millionen erhalten Kultur, 100 Millionen der Sport. 

- Das BAG veröffentlicht die neusten Zahlen:
In der Schweiz gibt es 4840 positiv getestete Personen, davon sind 4176 bestätigt. Das ist eine Zunahme von 738 (bestätigten) Fällen über Nacht. Die Anzahl der Toten beträgt 43. Am Donnerstag waren es noch 33.

- Kommt die Ausgangssperre?
Heute könnte es sein, dass der Bundesrat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Was würde das für unser Land und die 8.5 Millionen Bewohner bedeuten? Wenn man mit anderen Länder vergleicht sieht man: Es gibt strenge – und vergleichsweise moderate Sperr-Massnahmen.

In der Schweiz wäre es möglich, dass die Ausgangssperre wie im Kanton Uri nur für über 65-jährige gilt. Würde man das Beispiel Italien nehmen, dann wäre es für die gesamte Bevölkerung nur erlaubt das Haus zu verlassen, um einzukaufen, arbeiten zu gehen wenn nicht anders möglich oder aus medizinischen Gründen. Verlassen die Italiener ihr Haus, müssen sie ein Formular bei sich tragen und die entsprechende Begründung vorweisen.

19. März 2020:
- Das BAG meldet eine Zunahme von über 800 positiv getestete
Personen über Nacht und insgesamt 33 Toten. 

- Daniel Koch vom BAG an der Pressekonferenz:
Die Infektionen verbreiten sich exponentiell. Die Situation im Tessin sei dramatisch und es gibt kaum noch Intensiv-Betten. Insgesamt sollen noch 160 von 800 Intensivpflege-Betten in der Schweiz frei sein. Im Moment reicht es noch, aber es ist absehbar, dass es nicht reichen wird. Man wird versuchen, andere Patienten auf der Intensivstation vorzeitig zu verlegen, um sie etwa in Zürich zu operieren. Man möchte in der Schweiz einen Zustand wie in Italien unbedingt verhindern, deshalb sei es so wichtig, dass es keine neuen Ansteckungen gibt. 

- Neue Massnahmen beim Einkaufen
Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch  ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Wie das BAG ausführt, ist die Anzahl Kundinnen und Kunden im Laden von der Verkaufsfläche abhängig zu machen. Es gilt der Richtwert von einer Person pro 10m2. Der Detailhandel hält das für eine sinnvolle Regelung. Sie erlaubt gleichzeitig den Schutz der Mitarbeitenden und der Kundinnen und Kunden wie auch die Erfüllung des Versorgungsauftrages.

Neben dem Detailhandel sind aber auch die Kundinnen und Kunden aufgefordert, sich an die entsprechenden Vorgaben zu halten: Die Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zum Personal an der Kasse, die Verwendung von Debit- oder Kreditkarten statt Bargeld sowie die Nutzung von Self Scanning und -check out-Lösungen sind weitere wichtige Massnahmen, um das Übertragungsrisiko zu senken.

Darüber hinaus betont der Detailhandel noch einmal: Die Versorgung mit Gütern ist absolut sichergestellt. Hamsterkäufe sind unnötig. Der Detailhandel appelliert an seine Kundinnen und Kunden sich solidarisch zu zeigen und vernünftig einzukaufen.

- Armee möchte mehr Beatmungsgeräte beschaffen:
Die Armee hat die Beschaffung von weiteren Beatmungs- und Monitoringgeräten in die Wege geleitet. Zusätzlich zu den bestehenden rund 100 Einheiten werden weitere 900 Einheiten beschafft. Ende Woche wird eine erste Lieferung von 50 Einheiten erwartet.

18. März 2020:
- Das BAG veröffentlichte um 15 Uhr die neuesten Zahlen:
3028 positiv getestete Personen, davon sind 2772 bestätigt. Gezählt wurden 21 Todesfälle durch Covid-19. Die Dunkelziffer dieser Werte soll aber laut Experten viel höher sein.

- Bundesrat rationiert Schmerzmittel: Am Mittwoch wurde vom Bundesrat beschlossen, dass fiebersenkende Mittel rationiert werden müssen. Ab sofort darf nur noch eine Packung abgegeben werden.

- Keine Volksabstimmung: Auch der Volksabstimmungssonntag vom 17. Mai 2020 wird wegen des Coronavirus verschoben. Die Begrenzungsinitiative der SVP, das revidierte Jagdgesetz sowie das Votum über die Kinderdrittbetreuungskosten gelangen später an die Urne. 

- Keine Betreibung: Vom 19. März bis 4. April dürfen Schuldner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung angeordnet. 

++++++Aktuelle Situation International++++++

21. März 2020:

Italien:

Erkrankungen: mehr als 47 000 Personen
Davon verstorben:
 4032 Personen

Weltweit:

Erkrankungen: mehr als 275 000 Personen
Davon verstorben:
 mehr als 11 000 Personen


20. März 2020:

-Erster Bundesstaat in den USA erhält Ausgangssperre:
Der kalifornische Gouverneur rief die Bevölkerung des Westküstenstaates auf, zu Hause zu bleiben. Die Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen sollte in der Nacht zum Freitag in Kraft treten, teilte Newsom am Donnerstagabend weiter mit. 

- Neue Zahlen vom BAG:
Mehr als 150 Länder oder Regionen haben Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.In Italien gibt es mehr als 41 000 bestätigte Coronavirus-Fälle, davon sind 3405 Menschen verstorben.

Weltweit sind mehr als 244 000 Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus gemeldet, davon sind 10 030 Menschen verstorben.

Insgesamt sind mehr als 85 500 Menschen wieder geheilt.

19. März 2020:

-Keine Neuansteckungen in Wuhan
Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus meldet die Stadt Wuhan keine neuen Infektionen. Laut der Pekinger Gesundheitskomission  wurden in China insgesamt 34 neue Ansteckungen gemeldet. Diese stammen aber von Ausländern, die nach China zurückgekehrt sind. Deshalb befürchtet das Land eine neue Coronavirus-Welle.

- Neuseeland und Australien schliessen die Grenzen
Auch Neuseeland und Australien haben entschieden die Grenzen zu schliessen. Der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sprachen das Verbot am Donnerstag aus. Einreisen können nur noch die eigenen Bürger.

18.März 2020:

-Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle weltweit am Mittwoch auf über 8000. Wie aus der AFP-Auswertung hervorgeht, starben weltweit 8092 Menschen an dem Virus. Allein in den vergangenen 24 Stunden starben in Europa 684 Menschen.

- Mehr als 140 Länder oder Regionen haben Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.In Italien gibt es mehr als 31 500 bestätigte Coronavirus-Fälle, davon sind 2503 Menschen verstorben.Weltweit sind mehr als 198 000 Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus gemeldet.7988 Menschen sind verstorben, 4751 Personen ausserhalb des chinesischen Festlands.

- Insgesamt sind mehr als 82 500 Menschen wieder geheilt.

- Der Eurovision Song Contest wurde abgesagt. Das Finale hätte am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollen.

- Fussball-EM wird auf 2021 verschoben: Erstmals in der Geschichte des europäischen Fussballverbandes soll die EM verschoben werden. Am Dienstagmittag bestätigte der norwegische Verband die Gerüchte. Ein offizielles Statement der Uefa steht noch aus. 

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