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07.03.2021

Naturpark Rätikon in Graubünden gescheitert

In Graubünden ist der Naturpark Rätikon gescheitert. Zehn Prättigauer Gemeinden lehnten das Projekt ab. Im Bild Maiensässe oberhalb Seewis (Archivbild). Bild: KEYSTONE/ARNO BALZARINI
Regionale Abstimmung – Das Projekt des internationalen Naturparks Rätikon und somit des grössten Parks in den Alpen ist in Graubünden gescheitert. Alle zehn daran beteiligten Prättigauer Gemeinden verwarfen das Vorhaben.

In den Prättigauer Gemeinden war an Gemeindeversammlungen oder an Urnengängen entschieden worden, ob der Naturpark Rätikon errichtet werden soll oder nicht. Das Resultat fiel ernüchternd aus.

Keine einzige Prättigauer Gemeinde stimmte dem Projekt zu. Den höchsten Nein-Anteil gab es in Luzein mit 81 Prozent. Den höchsten Ja-Anteil registrierte die Gemeinde Klosters mit 49 Prozent.

Am Sonntag wurden die Resultate von fünf Gemeinden in Urnenabstimmungen ermittelt worden. Am Donnerstag- und Freitagabend letzter Woche hatten fünf Gemeinden an Versammlungen entschieden.

Liechtenstein und Vorarlberg dabei

In das internationale Projekt eingebunden waren neben zehn Prättigauer Gemeinden auf Bündner Seite alle elf Gemeinden des Fürstentums Liechtenstein sowie neun Gemeinden im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Die insgesamt 30 Gemeinden weisen zusammen eine Fläche von 1100 Quadratkilometern auf. Hätten alle mitgemacht, wäre der internationale Naturpark Rätikon der grösste Naturpark im Alpenraum geworden.

Keystone-SDA