Kanton
13.02.2019

GEFAHR VON HOCHWASSERN STEIGT IM KANTON

In den Ostschweizer Bergen liegt aktuell überdurchschnittlich viel Schnee. In Verbindung mit langanhaltenden hohen Temperaturen und Regenfällen können die Schneemengen zu Hochwasser und Überschwemmungen führen.

Das Amt für Wasser und Energie überwacht deshalb - mit verschiedenen Partnern - die Entwicklung der Lage, die Abflussvorhersagen und die Schneeschmelze.

Im Mai 1999 erlebte die Schweiz ein Jahrhunderthochwasser. Dazu beigetragen hat auch der viele Schnee, der in den Bergen schmolz und in die Täler floss. Zurzeit liegt in den Bergen wieder überdurchschnittlich viel Schnee, etwa gleich viel wie im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Zwar ist es deutlich weniger, als gegen Ende des Winters 1999, jedoch sind die Schneemassen nicht zu unterschätzen. Damit es zu Hochwasser oder Überschwemmungen an grossen Flüssen und Seen kommen kann, braucht es in den Bergen zusätzlich zu den grossen Schneemengen langandauernd hohe Temperaturen und starke, langanhaltende Niederschläge. Der Aufbau der Schneedecke kann bis in den April hinein andauern.

Wie viel Schnee bis im Frühling dazukommt und wie das Wetter dann sein wird, lässt sich nicht voraussagen. Um frühzeitig auf ein mögliches Hochwasser vorbereitet zu sein, verfolgt das Amt für Wasser und Energie AWE die Lage gemeinsam mit dem Rheinunternehmen und der Linthverwaltung sowie im Dialog mit Fachstellen des Bundes. Die Abteilung Hydrologie des Bundesamtes für Umwelt berechnet täglich neue Abflussvorhersagen für den Alpenrhein, den Linthkanal und die Thur. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF analysiert regelmässig die Schneemengen und den Verlauf der Schneeschmelze im Einzugsgebiet des Alpenrheins und in anderen grossen Einzugsgebieten. Für den Bodensee werden täglich Pegelstandsprognosen gerechnet und unter http://www.bodensee-hochwasser.info/ veröffentlicht.

Aktuell liegen die Wasserstände von Walensee und Zürichsee im Bereich der saisonalen Mittelwerte, der Pegel des Bodensees liegt leicht darüber. Die Grundwasserstände haben sich nach dem trockenen Jahr 2018 weitgehend erholt. Viele Messstationen verzeichnen für die Jahreszeit überdurchschnittliche Wasserstände.

(OriginalMeldung, Autor: Staatskanzlei Kanton St.Gallen)