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02.08.2020
30.07.2020 11:22 Uhr

Neue Seebadi im Linthgebiet

Das Baden in der «Hirschlä» in Reichenburg ist zwar verboten, wird aber dennoch – seit Jahrzehnten – irgendwie toleriert.
In der Frage der Nutzung des Hirschlensees in Reichenburg darf man von einem Meilenstein sprechen: Das beliebte Areal Hirschlen soll zur Freizeitzone mit offiziellem Badebetrieb werden.

Das Anliegen ist mehrerer Jahrzehnte alt und es ist keineswegs selbstverständlich, dass nun Teile der Hirschlen umgezont werden sollen. Das Hirschlenseeli der Kistler-Genossame liegt in der Landwirtschaftszone. Dennoch ist der kleine Baggersee fast ebenso traditionell ein Naherholungsort - ein hart umkämpfter allerdings. Es wird von Spaziergängern, Hundehaltern, Fischern und im Sommer vor allem von Badegästen begangen. Das Baden ist zwar verboten, wird aber dennoch – seit Jahrzehnten – irgendwie toleriert.

Ja zur Umzonung

Wiederkehrend wurden Lösungsbeziehungsweise Nutzungsvorschläge gemacht. Sie hätten mehr Ordnung und Sicherheit für alle Parteien zum Ziel gehabt. Sie scheiterten bisher stets. 

Doch dieses Frühjahr, so schildert Gemeindepräsident Armin Kistler, sagten die Kistler-Genossen Ja zur Umzonung und einigen Eckdaten. Sogleich reichte die Gemeinde Reichenburg wieder Hand zur Abfallentsorgung, die sie vor zwei Jahren aus Protest gegen den Stillstand in der Hirschlen eingestellt hatte.

Kommission arbeitet wieder

«Man ist daran, eine Lösung zu erarbeiten », sagt Armin Kistler. «Wir werden die Ortsplanung entsprechend revidieren, indem Teile der Hirschlen in eine Tourismus- und Freizeitzone umgezont werden.» Dies entsprechend des kantonalen Richtplans. Die «Planungskommission Zukunft Hirschlensee» unter Leitung von Gemeinderat Nicola Milano – in leicht veränderter Zusammensetzung – hat die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem diese vor zwei Jahren sistiert worden ist. «Angedacht ist, dass ein geregelter Badebetrieb geführt werden kann.»

Jetzt steht ein Toi-Toi im Hirschlen-Areal, welches von den Badegästen und Spaziergängern genutzt werden kann. (Bild: Johanna Mächler)
Johanna Mächler, Linth24/March24