Bildung
17.04.2019

LINTH KANTONSRÄTE EINIGEN SICH ZUR KESB UND BILDUNG

Die Kantonsräte aus dem Linthgebiet stimmten ihre Positionen zur regionalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), zur Hochschule Ost, zum gewünschten Gymnasium in Rapperswil-Jona und zum Berufsbildungszentrum ab.

Im Zuge der Vorbereitungen der Kantonsratssession hat die Region ZürichseeLinth zum traditionellen Treffen der Kantonsrätinnen und Kantonsräte des Wahlkreises See-Gaster mit den Stadt- und Gemeindepräsidentinnen und –präsidenten eingeladen. Am Treffen im Restaurant Rathaus in Rapperswil standen wiederum spannende Themen an. Im Zentrum der Diskussionen stand die kantonale Bildungspolitik und die KESB.

Gemeindepräsident Marcel Benz zeigte auf, wie der Kindes- und Erwachsenenschutz in der Region Zürichsee-Linth künftig als Zweckverband organisiert wird. Eine breitere Abstützung innerhalb der Trägerschaft zu erhalten, wird damit angestrebt. Die von den zehn Trägergemeinden zu bestimmenden Delegierten wählen neu einerseits die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) und andererseits auch den Verwaltungsrat des Zweckverbandes, der die organisatorischen Rahmenbedingungen festlegt. Zu diesem Schluss kam eine Arbeitsgruppe der Region ZürichseeLinth, welche im Auftrag der Stadt RJ und der Mitgliederversammlung die Organisationsform der bisherigen KESB Linth überprüft hat. Die anwesenden Kantonsrätinnen und Kantonsräte unterstützten die neue Organisationsstruktur mit einer breiter abgestützten Trägerschaft.

Stadtpräsident Martin Stöckling strich die grosse Bedeutung der Bildung für die Region Zürichsee-Linth und die Stadt Rapperswil-Jona hervor. Die Hochschule für Technik Rapperswil HSR steht auf Grund der Bildung der Ost - Fachhochschule Ostschweiz aktuell in einem Veränderungsprozess. Den Vertretern der Politik der Region ist es ein grosses Anliegen, dass die Hochschule mit überregionaler Ausstrahlung die Verbindung in Forschung und Wirtschaft durch den Veränderungsprozess weiter gestärkt wird. Die vorgesehene Ansiedlung des Rektorats nach Rapperswil passt gut in diesen Zusammenhang und unterstreicht den klaren Stellenwert der HSR innerhalb der Fachhochschullandschaft Ost.

Mit der Vorlage Kantonsratsbeschluss über die Erstellung des «Campus Wattwil» als Ersatzneubau der Kantonsschule Wattwil sowie der Erneuerung und Erweiterung Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg stellt der Kantonsrat wichtige Weichen für das Bildungsangebot der Jugendlichen auch aus der Region ZürichseeLinth für die kommenden Jahrzehnte. Mit der Behandlung der Vorlage in der Aprilsession wird der Kantonsrat den Projektierungsauftrag auslösen. Die Teilnehmer am Treffen der Gemeindepräsidenten und Kantonsräte der Region See-Gaster sind sich in Ihrer Haltung zur langfristigen strategischen Planung für Berufs- und Mittelschulen einig. Aktuell ist See-Gaster der einzige Wahlkreis im Kantons St.Gallen ohne Mittelschule. Ein Prüfauftrag an die Regierung, der unter anderem aufzeigen soll, unter welchen Bedingungen auch eine Mittelschule in Rapperswil-Jona entwickelt und betrieben werden könnte, wurde mit deutlichen Voten unterstützt.

Ebenso klar unterstrichen die Politiker die Forderung nach einer unverzüglichen Umsetzung eines Neubaus für das Berufs- und Weiterbildungszentrum in Rapperswil und begrüssten ausdrücklich die Pläne der Stadt, in dieser Sache selber aktiv zu werden. Markus Schwizer, Präsident der Region ZürichseeLinth, unterstrich die grosse Bedeutung der Bildungseinrichtungen für die ganze Region. Es sei wichtig, dass die Politik auf allen Stufen die Ziele gemeinsam verfolge. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Rapperswil-Jona hätten einem entsprechenden Landverkauf bereits klar zugestimmt. Auch die Region unterstütze ein Zusammenführen der Bildungseinrichtungen am Standort Rapperswil. Dazu gehören nebst der Fachhochschule und dem Berufs- und Weiterbildungszentrum auch die Berufs- und Laufbahnberatung sowie das regionale didaktische Zentrum. Mit der Schwerpunktsetzung im Bildungsbereich soll ein klares Zeichen gesetzt werden, welches auch in St.Gallen klar wahrgenommen werde.

(OriginalMitteilung, Autor: Region Zürichsee Linth)