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09.08.2022

Japanischer Modedesigner Miyake gestorben

ARCHIV - Models tragen Kreationen aus der Issey Miyake-Frühjahr/Sommerkollektion 2019, die auf der Pariser Modewoche präsentiert wird. Foto: Thibault Camus/AP/dpa
ARCHIV - Models tragen Kreationen aus der Issey Miyake-Frühjahr/Sommerkollektion 2019, die auf der Pariser Modewoche präsentiert wird. Foto: Thibault Camus/AP/dpa Bild: Keystone/AP/Thibault Camus
Japan – Der japanische Modeschöpfer Issey Miyake ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er erlag bereits am 5. August einer Leberkrebs-Erkrankung, gab sein Büro am Dienstag laut Medien bekannt.

Seit den 70er Jahren verfolgte er das Konzept, Kleidung aus einem einzigen Stück Stoff herzustellen. Berühmt sind seine Entwürfe mit innovativen Silhouetten und stark plissierten Stoffen. So entstanden Miyakes Aufsehen erregende Kollektionen "Pleats Please" (Plissee bitte) und "A-POC". Der in Hiroshima geborene Miyake studierte in Tokio und Paris, seine erste Kollektion stellte er 1970 in New York vor.

2005 wurde er für sein Lebenswerk mit dem japanischen "Praemium Imperiale" geehrt, der auch als Nobelpreis der Künste gilt. Ein Jahr später wurde er für seine "visionären Bekleidungskonzepte" mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet. Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufene Kyoto-Preis zählt neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kultur.

Keystone-SDA