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04.07.2022
04.07.2022 22:15 Uhr

Kyrgios bestätigt Sieg gegen Tsitsipas

Trotz zwischenzeitlichen Schmerzen an der Schulter erfolgreich: Nick Kyrgios
Trotz zwischenzeitlichen Schmerzen an der Schulter erfolgreich: Nick Kyrgios Bild: KEYSTONE/EPA/TOLGA AKMEN
Wimbledon – Nick Kyrgios (ATP 40) steht nach acht Jahren wieder im Viertelfinal von Wimbledon.

Der 27-jährige Australier setzte sich in fünf Sätzen gegen den kaum bekannten Amerikaner Brandon Nakashima (ATP 56) durch. Nach der hochemotionalen und die Grenzen der Fairness verschiedentlich überschreitenden Partie gegen Stefanos Tsitsipas zeigte sich Kyrgios auf dem Centre Court von der ruhigeren Seite. In den entscheidenden Momenten war er der bessere Spieler als der beherzt kämpfende Nakashima. 2014 hatte er als Teenager im Achtelfinal Rafael Nadal bezwungen und dann gegen den Kanadier Milos Raonic verloren. Diesmal hat Kyrgios gegen den chilenischen Aussenseiter Cristian Garin (ATP 43), der erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier so weit kam, eine gute Siegchance. Zumal er die Schulterprobleme, für die er sich während der Partie behandeln liess herunterspielte. "Es ist nichts Schlimmes, ich habe zuletzt einfach viel gespielt", meinte er. "In diesem Stadium des Turniers ist wohl keiner mehr 100 Prozent fit."

Fritz noch ohne Satzverlust

Der einzige Spieler im Turnier, der noch keinen Satz abgegeben hat, ist Taylor Fritz. Der 24-jährige Kalifornier hat sich in diesem Jahr unter anderem dank seines Finalsiegs gegen Rafael Nadal beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells klammheimlich an die Top Ten herangepirscht. Nun kommt es auf Rasen zur Revanche, in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinal überhaupt trifft Fritz auf Nadal.

Nadal immer stärker

Rafael Nadal kommt bei seinem ersten Rasenturnier seit drei Jahren immer besser in Fahrt. Hatte der als Nummer 2 gesetzte Spanier in den ersten zwei Partien noch gewisse Anpassungsschwierigkeiten, überliess er zunächst dem als Nummer 27 gesetzten Lorenzo Sonego nur sieben Games und am Montag dem noch sechs Positionen höher eingestuften Niederländer Botic van de Zandschulp deren zwölf. Einzig am Ende - nach einer 5:2-Führung im dritten Satz - zeigte der Mallorquiner noch eine leise Schwäche. Die Möglichkeit, dass Nadal in Wimbledon nach dem Australian Open und Roland Garros auch das dritte Viertel eines Kalender-Grand-Slams perfekt macht, erscheint mittlerweile deutlich wahrscheinlicher als noch vor zehn Tagen. Seine beiden Titel im Südwesten Londons liegen allerdings bereits 14 respektive 12 Jahre zurück.

Halep macht sich zur Topfavoritin

Drei Jahre, nachdem sie in Wimbledon ihren zweiten und bislang letzten Grand-Slam-Titel gewonnen hat, läuft Simona Halep (WTA 18) wieder zu alter Form auf. Die ehemalige Nummer 1 aus Rumänien deklassierte die Weltranglisten-Vierte Paula Badosa in weniger als einer Stunde 6:1, 6:2 und ist in den Viertelfinals die letzte verbliebene Major-Siegerin. Sie hat noch keinen Satz verloren und ist in der oberen Tableauhälfte ähnlich klar favorisiert wie auf der anderen Seite Ons Jabeur, die als letzte Top-Ten-Spielerin noch im Rennen ist.

Anisimova überwindet Blockade

Die Konstanz in Person ist in diesem Jahr Amanda Anisimova (WTA 25). Wie in Australien und Paris erreichte die Amerikanerin die Achtelfinals, überstand nun aber auch diese Hürde. Sie setzte sich klar in zwei Sätzen gegen die Serena-Williams-Bezwingerin Harmony Tan (WTA 115) aus Frankreich durch. Sie trifft nun auf die als Nummer 16 gesetzte Simona Halep. Den anderen Viertelfinal der oberen Hälfte bestreiten die Australierin Ajla Tomljanovic (WTA 44) und die Kasachin Jelena Rybakina (WTA 23).

Keystone-SDA