Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Sport In-/Ausland
27.05.2022
27.05.2022 19:45 Uhr

Teichmann in den Achtelfinals

Jil Teichmann schickt die Bälle mit viel Topspin übers Netz
Jil Teichmann schickt die Bälle mit viel Topspin übers Netz Bild: KEYSTONE/AP/Michel Euler
French Open – Jil Teichmann steht zum ersten Mal in ihrer Karriere in den Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers.

Die 24-jährige Seeländerin rang die Weissrussin Viktoria Asarenka (WTA 15) nach grossem Kampf 4:6, 7:5, 7:6 (10:5) nieder.

Teichmann, die am Vortag an der Seite von Viktorija Golubic siegreich ins Doppelturnier eingestiegen ist, trat mit bandagiertem Oberschenkel an und liess sich Ende des zweiten Satzes wegen Blasen am Fuss behandeln. Sie wirkte jedoch nicht beeinträchtigt und bewies nicht nur starke Nerven wie etwa, als sie im dritten Satz das Break zum 4:5 kassierte, sondern auch eine vorzügliche Ausdauer. Zur erfolgreichen Wende nach Satz- und Breakrückstand trugen auch ihre ausgezeichnete Bein- und Defensivarbeit bei.

Teichmann hält dagegen

Nachdem Teichmann zu Beginn der Partie mit 3:0 in Führung gegangen war, fand Asarenka bessere Mittel, um mit den Topspin-Schlägen und Rhythmuswechseln der Schweizerin umzugehen. Die ehemalige Weltranglisten-Erste drückte in der Folge gehörig aufs Tempo, ohne dabei zu viele Fehler zu begehen. Auch in den längeren Ballwechseln besass Asarenka öfter die Oberhand.

Teichmann wehrte sich aber gut und kam wieder heran. Im zweiten Satz machte sie einen Breakrückstand wett und behauptete sich mit 7:5, im dritten liess sie sich auch nicht beunruhigen, als Asarenka zum Sieg aufschlagen konnte. Wiederholt fand Teichmann die Linien gut und hatte das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Im entscheidenden Tiebreak auf zehn Punkte, das heuer in Paris zum ersten Mal zur Anwendung kommt, sicherte sich Teichmann den Achtelfinal-Vorstoss nach 3:18 Stunden mit einem Rückhand-Winner der Linie entlang zum 10:5.

Als nächstes gegen die Weltnummer 62

Dank Teichmann ist die Schweiz damit in den Achtelfinals des 126. French Open vertreten. Und für die letzte verbliebene Schweizerin scheint nun auch noch mehr möglich. Die am besten klassierte Spielerin in der unteren Tableauhälfte ist Bencics Gegnerin Leylah Fernandez (WTA 18). Nächster Prüfstein ist die Weltnummer 64 Sloane Stephens, der es seit ihrem US-Open-Triumph 2017 nicht wunschgemäss lief.

Stan Wawrinka und Viktorija Golubic waren in der ersten Runde ausgeschieden, Henri Laaksonen in der zweiten und Belinda Bencic am Freitag in der dritten.

Viktoria Asarenka hält dagegen Bild: KEYSTONE/AP/Michel Euler
Keystone-SDA