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27.05.2022

Polizei-Grossaktion gegen laute Musik

Die Polizei löste die illegal organisierte Rave-Party in Montagny-les-Monts am Donnerstag auf.
Die Polizei löste die illegal organisierte Rave-Party in Montagny-les-Monts am Donnerstag auf. Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Polizeiaktion – Die meisten Besucher einer illegal organisierten Rave-Party in Montagny-les-Monts im Broye-Bezirk des Kantons Freiburg haben das Gelände verlassen. Am Donnerstag war die Polizei dort wegen Ruhestörung im Freien durch laute Musik eingeschritten.

Am Freitagmorgen war die Polizei noch vor Ort, um die Aufräumarbeiten in dem Waldstück sicherzustellen. Die Polizei war am Donnerstag mit einer Grossaktion gegen die laute Rave-Party in Montagny-les-Monts vorgegangen, nachdem sich zahlreiche Bewohner über Lärmbelästigung durch die illegal organisierte Party beschwert hatten.

Gegen 22.00 Uhr hatten die meisten Personen den Ort verlassen, erklärte Martial Pugin, Kommunikationschef der Freiburger Kantonspolizei, am Freitagmorgen gegenüber Keystone-ATS.

Die Polizei habe das Gelände während der Nacht noch "unter Beobachtung gehalten" und darauf geachtet, dass die wenigen Dutzend noch anwesenden Personen, darunter die Organisatoren, die aufgestellte Infrastrukturen abbauten und das Gelände wieder in Ordnung brachten. Personen, die nicht in der Lage gewesen wären, das Gelände zu verlassen, hätten die Erlaubnis erhalten, dort die Nacht zu verbringen.

Musik abgeschaltet

Schon am Donnerstagnachmittag hatte die Polizei die Musikanlage der Veranstalter ausser Betrieb gesetzt, wie es in einer Mitteilung der Freiburger Kantonspolizei vom Donnerstagabend hiess. Bei der Aktion sei niemand verletzt worden. Noch immer seien mehr als 150 Personen anwesend gewesen. Für die Ermittlungen relevantes Material wurde auf Anordnung der zuständigen Behörde beschlagnahmt.

Gegen 01.20 Uhr am frühen Donnerstagmorgen war die Polizei über das illegal organisierte Fest in Montagny-les-Monts, im Wald Chanéa, benachrichtigt worden, wie es in einer Mitteilung hiess. Rund 100 Anrufe gingen demnach ein, in denen von Lärmbelästigung die Rede war. Die Bewohner und Anwohner der umliegenden Gemeinden seien ebenso in Mitleidenschaft gezogen worden wie Tierwelt und Natur.

Mehrere Polizeipatrouillen wurden darauf hin entsandt und stellten fest, dass mehrere hundert Feiernde aus mehreren Kantonen, aber auch aus anderen europäischen Ländern anwesend waren. Es sei Musik in hoher Lautstärke abgespielt worden, so die Kantonspolizei.

Einige feindselige Teilnehmer

Während Verhandlungsversuche mit den anwesenden Personen unternommen worden seien, hätten sich andere Teilnehmer gegenüber der Polizei feindselig verhalten und Steine und Flaschen auf die Polizisten geworfen. Dabei sei ein Fahrzeug beschädigt worden.

Der Oberamtmann des Broye-Bezirks ordnete die Beendigung der nicht genehmigten Veranstaltung an. Nach Kenntnissen der Polizei planten die Organisatoren die Ankunft von mehr als 3000 Personen für das Wochenende.

Um dem entgegenzutreten, war ein grosses Polizeiaufgebot mobilisiert worden; angefordert hatte Freiburg auch Verstärkungen der Westschweizer Ordnungsgruppe.

Keystone-SDA