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20.05.2022

London: Zermürbte russische Streitkräfte

Nach Angaben britischer Geheimdienste könnte Moskau möglicherweise seine Truppen ohne angemessene Vorbereitung in eine Offensive im Osten der Ukraine schicken. Foto: Carol Guzy/ZUMA Press Wire/dpa
Nach Angaben britischer Geheimdienste könnte Moskau möglicherweise seine Truppen ohne angemessene Vorbereitung in eine Offensive im Osten der Ukraine schicken. Foto: Carol Guzy/ZUMA Press Wire/dpa Bild: Keystone/ZUMA Press Wire/Carol Guzy
Grossbritannien – Nach den Gefechten in Mariupol riskiert Moskau nach Einschätzung britischer Geheimdienste eine weitere Zermürbung seiner Streitkräfte.

Der ukrainische Widerstand in der Hafenstadt Mariupol seit Beginn des Krieges habe die russischen Truppen enorm geschwächt, hiess es am Freitagmorgen in einem Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums.

Der Wiederaufbau und die Neuausstattung der Streitkräfte könne sich, wenn man ihn sorgfältig durchführe, länger hinziehen, so die Briten. Da russische Kommandeure jedoch stark unter Druck stünden, sichtbare Erfolge zu erreichen, sei es wahrscheinlich, dass Moskau seine Truppen ohne angemessene Vorbereitung in seine Offensive in der Donbass-Region schicke. Dies riskiere, die Soldaten weiter zu zermürben.

Nach russischen Angaben haben sich seit Wochenbeginn 1730 ukrainische Bewaffnete ergeben, die sich in den Bunkern unter dem Stahlwerk in Mariupol verschanzt hatten. Sie seien in Kriegsgefangenschaft genommen worden, hiess es. Auch die Briten sprachen von rund 1700 ukrainischen Soldaten, die sich wahrscheinlich ergeben hätten. Eine unbekannte Anzahl befinde sich noch in dem Asowstal-Stahlwerk.

Keystone-SDA