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21.01.2022

Tschechien: Rüstungslieferungen an Ukraine

Petr Fiala, Ministerpräsident von Tschechien, nimmt an einer Parlamentssitzung teil. Foto: Petr David Josek/AP/dpa
Petr Fiala, Ministerpräsident von Tschechien, nimmt an einer Parlamentssitzung teil. Foto: Petr David Josek/AP/dpa Bild: Keystone/AP/Petr David Josek
Russland – Tschechien bereitet Rüstungslieferungen an die Ukraine vor. Verteidigungsministerin Jana Cernochova sagte am Freitag in Prag, es gehe konkret um Artilleriegranaten des Kalibers 152 Millimeter. Das Kabinett muss die Entscheidung noch billigen. "Es würde sich um ein Geschenk handeln", sagte die Politikerin der Demokratischen Bürgerpartei (ODS) von Ministerpräsident Petr Fiala.

Der tschechische Aussenminister Jan Lipavsky warf Russland eine "erpresserische Taktik" gegenüber der Ukraine vor. Man bereite sich auf das "schlimmstmögliche Szenarium" vor und sei bereit, weitere Sanktionen gegen Moskau zu unterstützen. Beide Politiker drückten die Hoffnung auf eine friedliche Lösung der Krise aus.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten befürchten eine russische Invasion in der Ukraine. Sie verlangen einen Rückzug der an der ukrainischen Grenze versammelten rund 100 000 russischen Soldaten ins Hinterland. Russland dagegen will schriftliche Sicherheitsgarantien und ein Ende der Nato-Osterweiterung.

Die Beziehungen zwischen dem Nato-Mitgliedstaat Tschechien und Russland sind seit längerem äusserst angespannt. Prag beschuldigte im vorigen Jahr russische Spione, hinter Explosionen in einem Munitionslager im Oktober 2014 gestanden zu haben, bei denen zwei Menschen starben. Der Kreml bestritt dies vehement. Beide Staaten wiesen in der Folge gegenseitig Diplomaten aus.

Keystone-SDA