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20.12.2021
21.12.2021 11:16 Uhr

Ein Bad im See – bei acht Grad Wassertemperaturen

Gute Stimmung an der Zürisee Challenge,
Gute Stimmung an der Zürisee Challenge, Bild: Rolf Lutz, Linth24
Den ganzen Winter durch treffen sich die Teilnehmenden der Zürichsee Challenge, um im eiskalten Zürichsee zu baden. Linth24 hat die tollkühnen Frauen und Männer am letzten Wochenende besucht.

Acht Grad, grau in grau, wem kommt es da in den Sinn, in den Zürichsee zu steigen? Den Teilnehmenden an der Zürichsee Challenge scheinen gerade diese Umstände zu gefallen: Woche für Woche, Freitag, Samstag oder Sonntag (Daten variieren), nehmen sie die Herausforderung an, um im Winter im Zürichsee zu baden.

Wie zum Beispiel Marco aus Rapperswil. Er nimmt zum zweiten Mal an der Zürichsee Challenge teil, «um den inneren Sauhund zu überwinden,» wie er unumwunden zugesteht. Diese Überwindung, die ist bei grauem Himmel, tiefen Lufttemperaturen und ebensolchen Wassertemperaturen an diesem Wochenende besonders gross.

Wenigstens am Kopf nicht kalt: Die entsprechende Mütze darf nicht fehlen. Bild: Rolf Lutz, Linth24

Marco beisst also die Zähne zusammen, denn es warten schon seine Kolleginnen und Kollegen auf der Wiese beim Aufwärmen. Das nämlich ist ein Ritual, das unbedingt dazu gehört – nicht nur körperlich, sondern auch geistig, gedanklich. Michael Bernegger, der Initiator der Challenge, feuert die Teilnehmenden an, macht sie «ready» für den anstehenden Höhepunkt.

Dann geht es los, ab ins kalte Wasser, Zipfelmütze inbegriffen. Und wie wenn es das Selbstverständlichste wäre, gehen die Teilnehmenden schön in Einerkolonne ins Wasser, blieben ein paar Minuten drin, ein Lied wird angestimmt, dann ist es auch schon wieder vorbei.

Zürisee Challenge: Am letzten Wochenende trafen sich wieder mutige Frauen und Männer die ins kalte Wasser stiegen. Bild: Rolf Lutz, Linth24

Und wie ist es Marco ergangen? «Drei Minuten war ich jetzt drin, zuerst brennen die Beine extrem, aber nach einer Minute hat sich der Körper daran gewöhnt. Jetzt geht es mir hervorragend.» Für ihn ist also sicher: So bald wie möglich wird er diese Challenge wieder in Angriff nehmen.

Rolf Lutz, Linth24