7 PROZENT WENIGER ARBEITSLOSE IM KANTON

Die Arbeitslosigkeit im Kanton St. Gallen sinkt weiter. Gleichzeitig steigt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen.

Der Rückgang der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich (-7 %) ist in der Industrie schwächer als im Dienstleistungssektor, wie die Fachstelle für Statistik mitteilt. Im Jahresvergleich hoch ist, als Folge der am 1. Juli eingeführten Stellenmeldepflicht, die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen. Die Zahl an Voranmeldungen zur Kurzarbeit liegt höher als vor Jahresfrist, ist im langjährigen Vergleich aber immer noch tief.

Ende Dezember 2018 waren im Kanton St.Gallen 10‘217 Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet. Das sind 164 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat, dem Dezember 2017, sind es rund 800 Personen oder 7 Prozent weniger. Das ist praktisch der gleiche Wert wie in Appenzell Ausserrhoden, im Thurgau und in der ganzen Schweiz. Im Mittel des Jahres 2018 waren im Kanton St.Gallen 9’841 Stellensuchende gemeldet, über 1’000 weniger als 2017.

10 Prozent junge Stellensuchende weniger
Die Zahl der stellensuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich zurückgegangen, um 10 Prozent. Die Abnahme bei den älteren Stellensuchenden ab 50 Jahren ist dagegen unterdurchschnittlich (-5 %).

Rückgang im Toggenburg am stärksten, leichte Zunahme im Werdenberg
Eine klar stärkere Abnahme als im kantonalen Mittel weist unter den Wahlkreisen das Toggenburg auf, auch im Sarganserland und im Wahlkreis See-Gaster hat die Zahl der Stellensuchenden überdurchschnittlich abgenommen. Etwas schwächer ist die Entwicklung im Rheintal, eine leichte Zunahme verzeichnet der Wahlkreis Werdenberg.

Rückgang im Industriesektor schwächer als bei den Dienstleistungen
Im produzierenden Sektor ist die Zahl der Stellensuchenden in den letzten zwölf Monaten um 230 Personen zurückgegangen, das sind gut 5 Prozent. Nach wie vor eine überdurchschnittliche Abnahme verzeichnet der Maschinenbau. In der metallverarbei­tenden Industrie und im Fahrzeugbau sind die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gering.

Bei den Dienstleistungen ist die Abnahme im Gastgewerbe stärker als im Mittel des Sektors, im Detailhandel schwächer. Gegenläufig dazu stehen die Finanzdienstleis­tungen, wo die Zahl der Stellensuchenden im Jahresvergleich gewachsen ist.

Mehr Voranmeldungen für Kurzarbeit als vor Jahresfrist
Ende Dezember 2017 hatten im Kanton St.Gallen sieben Betriebe für knapp 70 Mitarbeitende Kurzarbeit angemeldet. Aktuell liegt die Zahl der meldenden Betriebe bei elf. Die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden hat sich auf gut 600 erhöht. Dieser Anstieg hat damit zu tun, dass einige wenige Betriebe eine recht grosse Zahl an Mitarbeitenden gemeldet haben.

Stellenmeldepflicht erhöht Zahl der gemeldeten offenen Stellen
Der Bestand an den RAV gemeldeten offenen Stellen hat sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt, von gut 700 Ende Dezember 2017 auf aktuell rund 1’800. Davon unterstehen gut die Hälfte der seit dem 1. Juli geltenden Stellenmeldepflicht. Ein Teil davon, der sich aber nicht beziffern lässt, wäre allerdings ohnehin den RAV gemeldet worden.

Sinkender Trend schwächt sich ab
Das vergangene Jahr war zweigeteilt. Bis September lag die Abnahme gegenüber dem Vorjahresmonat bei 10 bis 12 Prozent. Seither hat sich der abnehmende Trend abgeschwächt. Diese Entwicklung dürfte sich gemäss Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik in den kommenden Monaten fortsetzen.

(OriginalMitteilung, Autor: Staatskanzlei St. Gallen)

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