20 JODLER PLUS VERSTÄRKUNG IN ST.GALLENKAPPEL

Am Samstagabend erfreute der Jodelclub St. Gallenkappel sehr viele Jodlerfreunde mit einem abwechslungsreichen Liederprogramm, Musik und Theater.

Es klang heimatlich in der Turnhalle, denn der Jodelclub Berggruess lud zu einen Unterhaltungsabend ein. Die vielen Gäste aus dem Dorf und von befreundeten  Jodlerklubs erfreuten sich an den Liedern, die 16 Jodler und vier Jodlerinnen unter der musikalischen Leitung von Urs Zimmermann vortrugen. Die Präsentation trug die Handschrift von Urs: Urchig, älplerisch, in den verschiedensten Formen und Farben.

Nach dem Auftakt mit „Bärgwald“ zeigte sich Präsident Andy Oberholzer erfreut über die volle Halle. In der heutigen Zeit, in der überall so viel los sei, ist so etwas nicht selbstverständlich. Es mussten sogar – und das wurde von der Vereinsleitung sehr bedauert – etliche Jodlerfreunde auf den nächsten Jodlerabend verwiesen werden, weil es einfach zu wenige Stühle hatte.

Nach der Einleitung übernahmen Joel und Jonas die Moderation. Urs Zimmermann stimmte die Lieder „Bergbuebs Wunsch“ und „Bim Vernachte“ an. Hier rief eine echte Sennerin den Alpsegen, rief Gott, Maria und die Heiligen zum Schutz an, was von einer Frau eher ungewohnt ist.

Danach präsentierten Nadia und Franz Betschart mit ihrem Duett „Säg mer wenn d’Rose blüje“ ihr Können.  Mit ausgebildeter Stimme präsentierte Claudia und Urs Zimmermann zusammen mit Franz Betschart als Jodelterzett den „Speergruess“, „De Mond“ und „Im Stübli“ und zusätzlich die Uraufführung des Naturjodels „am Sunnerei“ begleitet von Armin Pünter.  Der Jodelclub stand nochmals zusammen für das Lied „I wett e Rose finde“.

Aber nicht nur der Club hatte einiges zu bieten, auch die „Rickner-Buebe“ verzauberten mit energiegeladener Ländlermusik die gut und elegant eingebaut wurden. Obwohl der „Schnuuf“ der Jodler etwas knapp wurde, genossen die Gäste die Zugabe.

Den Schlusspunkt nach einem unterhaltendenden Jodlerabend und vor dem Theaterstück bildet jeweils der Gesamtchor. Urs Zimmermann wählte die beiden bekannten Jodellieder „Ame schöne Morge“ und „Berg-Arve“. Es ist einfach wunderschön, wenn so viele Jodlerinnen und Jodler ihre kräftigen Stimmen zu einem Gesamtchor formieren.

Auch ein Schwank wurde präsentiert
Unter der Regie von Kurt Rickli spielten die Laienspieler Marlis Konrad, Trudi Morger, Heidi Bösch, Kurt Rickli, Christof Kuster und Doris Gmür den Schwank „Paket im Aaflug“.

Bekanntlich schliesst die Schweizer Post immer mehr Filialen. Nun trifft es auch das kleine Dorf. Die von Berta Maag geführte Poststelle soll bald Geschichte sein. Dafür wird eine Post-Agentur in Ursula Habeggers Dorfladen geplant, um dort den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.

Der jüngste Clou: Eine Paketdrohne, die Sendungen durch die Post befördert, wird als bahnbrechend eingeführt. Demzufolge hat sich hoher Besuch im Dorf angekündigt.

Der Post-CEO stattet mit seiner neuen Freundin „Barbi“ einen Besuch im Dorfladen ab.  Im Paket das mit der Drohne herangeflogen werden sollte, war das Verlobungsgeschenk für Barbara. War, denn die Ladenbesitzerin und die Bäuerin sorgten mit dem Pakettausch für eine Überraschung.

Die vorgesehene Schliessung der Poststelle erwies sich so als doch nicht so gute Idee. Schliesslich gibt der Post-Chef das Versprechen ab, dass die Poststelle im Dorf wieder weitergeführt werden darf.

Werner Hofstetter

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